Fünfjähriges Mädchen in Huelva vermisst


© EFE

Von der kleinen Mari Luz gibt es seit dem 13. Januar keine Spur

Am Vormittag des 13. Januar verließ die kleine Mari Luz aus Huelva fröhlich ihr elterliches Heim, um etwas bei einem nahegelegenen Kiosk zu kaufen. Seitdem sich die 5-Jährige von dort mit einer Tüte Chips wieder auf den Heimweg machte, ist sie verschwunden.

Huelva – Umgehend wurden polizeiliche Suchtrupps organisiert, die unterstützt von Anwohnern, Nachbarn sowie Familienangehörigen der kleinen Mari Luz die gesamte Umgebung durchkämmten. Taucher suchten sogar in den nahegelegenen Flüssen Odiel und Tinto nach dem kleinen Mädchen. Alle Bemühungen blieben bislang jedoch ohne Erfolg.

Ihr Vater, Juan José Cortés, der ebenso wie seine Frau Irene Suárez zur ethnischen Gruppe der Zigeuner gehört und evangelischer Pfarrer ist, erklärte am Boden zerstört, er und seine Familie hätten schon viel durchmachen müssen, doch das sei das Schlimmste.

Am 16. Januar sprachen Anwohner und Freunde sowie die 1.500 Kinder aus der Schule, in die das verschwundene Mädchen geht, der Familie mit einem Protestmarsch ihre Solidarität aus.

Parallelen zum Fall Madeleine

Huelva liegt etwa 200 Kilometer von dem portugiesischen Ferienort Praia da Luz entfernt, wo am 3. Mai 2007 die kleine Madeleine McCann verschwand. Madeleines Eltern zeigten sich bestürzt über das Verschwinden der kleinen Mari Luz und sprachen ihren Eltern telefonisch ihre Mitgefühl aus.

Spaniens Sicherheitskräfte haben inwischen ihre portugiesischen Kollegen über den Fall der vermissten Fünfjährigen informiert.

15-Jährige vermisst

In Mijas bei Málaga wird ebenfalls ein Mädchen ver- misst. Von der in Spanien lebenden Irin Amy Fitzpatrick, 15 Jahre, gibt es bereits seit dem 1. Januar keine Spur. Die 15-Jährige hatte in der Neujahrs­­nacht auf die Kinder von Bekannten aufgepasst und machte sich dann alleine zu nächtlicher Stunde auf den Heimweg. Seitdem wird sie vermisst.




Über Wochenblatt

Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.