Flughafengebühren sollen steigen

Die Kosten für Gebührenerhöhungen, Corona-Entschädigungen und Gesundheitskontrollen sollen von den Fluggesellschaften getragen werden. Diese müssten notgedrungen die dreifachen Zusatzkosten auf die Ticketpreise umlegen, sodass die Passagiere am Ende die Zeche für die Corona-Maßnahmen zahlen würden. Foto: EFE

Die Kosten für Gebührenerhöhungen, Corona-Entschädigungen und Gesundheitskontrollen sollen von den Fluggesellschaften getragen werden. Diese müssten notgedrungen die dreifachen Zusatzkosten auf die Ticketpreise umlegen, sodass die Passagiere am Ende die Zeche für die Corona-Maßnahmen zahlen würden. Foto: EFE

Auch die Kosten für Umsatzausfälle des Flughafenbetreibers Aena könnten am Ende zulasten der Fluggesellschaften gehen

Madrid – Der spanische Flughafenbetreiber Aena schlägt eine schrittweise Erhöhung der Flughafengebühren um 5% bis 2026 vor. Dies geht aus dem Vorschlag für das Dokument zur Flughafenregulierung 2022-2026 (DORA II) hervor, das der Regierung zur Genehmigung bzw. Abänderung vorgelegt wird. Demnach soll die Gebühr, welche die Fluggesellschaften entrichten, in den kommenden vier Jahren um jeweils 0,52% angehoben werden und im fünften Jahr um 3,27%.
In den vorangegangenen fünf Jahren, von 2017 bis 2021, waren die Gebühren stetig um insgesamt 11% gesunken. Nun ändert Aena den Kurs inmitten der Pandemiekrise, während der Flugverkehr am Boden liegt und sich nach Einschätzung des Flughafenbetreibers selbst auch bis 2025 nicht wieder vollständig erholen wird.
Aena hat außerdem bestätigt, dass die Kosten für die Pandemiemaßnahmen zulasten der Fluggesellschaften gehen werden. Insbesondere bezüglich der internationalen Flüge, deren Kosten sich in den Jahren 2020 bis 2022 voraussichtlich auf 200 Millionen Euro aufsummieren werden. Zudem wird das halböffentliche Unternehmen von der spanischen Regierung einen wirtschaftlichen Ausgleich für die Umsatzeinbußen fordern, welche Aena durch die Maßnahmen in der Corona-Krise entstanden sind. Diese Entschädigung wird am Ende jedoch nicht der Staat tragen, sondern ebenfalls die Airlines, denn die Summe soll ab 2027 auf die Flughafengebühren aufgeschlagen werden.
Wenn 2027 DORA III in Kraft tritt, werden die Fluggesellschaften – und damit am Ende die Fluggäste – dreifach belastet: durch die 5%ige Erhöhung der Flughafengebühren bis 2026, durch die Kosten der Gesundheitskontrollen und durch eine weitere Gebührenerhöhung ab 2027.

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