Familien und Unternehmen gehen an der Krise zugrunde


Insolvenzverfahren schreiben Rekordzahlen

Zum Jahresanfang gab es einen traurigen Rekord nach dem anderen. Arbeitslosigkeit, Armut oder Zwangsräumungen, die schockierenden Zahlen, hinter denen Tausende von Schicksalen stehen, nehmen kein Ende.

Madrid – Und auch die neuesten Zahlen des Nationalen Statistikinstituts (INE) über die im vergangenen Jahr eingeleiteten Konkursverfahren stie­gen auf bisher unerreichte Ausmaße: 2011 wurden insgesamt 6.755 private und betriebliche Insolvenzverfahren eingeleitet, 13% mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie seit Inkrafttreten der Insolvenzordnung im Jahr 2004.

Dabei handelte es sich um 934 Familien, die weder Zinsen noch Tilgung bedienen konnten (4% weniger als 2010) und 5.821 Unternehmen (beinahe 17% mehr als noch im Jahr 2010). Ein Drittel der Firmen, die Insolvenz beantragten, stammten aus dem Bau- oder Immobiliensektor. Der höchste Anstieg wurde beim Handel registriert (plus 23%). Die meisten Insolvenzen wurden in Katalonien angemeldet, gefolgt von Valencia, Madrid und Andalusien.




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