Falscher Alarm


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Prinzessin Letizia sorgte mit einem nächtlichen Krankenhausbesuch für Aufregung

Drei Stunden verbrachte das Kronprinzen-Paar, Don Felipe de Borbón und Doña Letizia, in den frühen Morgenstunden des 18. Oktober in der Madrider Klinik Ruber Internacional.

Madrid – Angesichts der fortgeschrittenen Schwangerschaft der Prinzessin war klar, dass sich die Nachricht trotz der ungemütlichen Uhrzeit in Windeseile verbreitete und sich in kürzester Zeit eine wahre Traube von Medienvertretern vor der Klinik versammelt hatte, um der Dinge zu harren, die da kommen sollten. Als das Prinzenpaar gegen 3.30 Uhr das Krankenhaus verließ, war jedoch deutlich zu erkennen, dass es sich um einen falschen Alarm gehandelt hatte. Glücklicherweise, denn der offizielle Geburtstermin ist erst für Mitte November angekündigt.

„Alles bestens“, beruhigte der Prinz die wartenden Journalisten dann auch, wünschte ihnen eine „Gute Nacht“ und entschuldigte sich für die nachtschlafende Uhrzeit.

Zur Verleihung der Prinz von Asturien-Preise

In einer offiziellen Pressenachricht teilte das spanische Königshaus wenige Stunden später mit, die Prinzessin befände sich bei bester Gesundheit, sie habe lediglich so genannte Vorwehen gehabt, deren Entwicklung auf Rat der Ärzte vorsichtshalber eine Zeitlang genauer beobachtet werden sollte. Trotzdem habe sie allerdings weiterhin vor, Ende Oktober zur Verleihung der Prinz-von-Asturien-Preise nach Oviedo zu reisen. Das letzte Wort in dieser Angelegenheit liege jedoch bei den Ärzten. Die haben den Plänen der Prinzessin dann auch einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn sozusagen in letzter Minute musste ihre Reise nach Asturien abgesagt werden. Vorsichtshalber, hieß es von offizieller Seite.

Dabei war die diesjährige Preisübergabe gleich aus mehreren Gründen für die Prinzessin von großer Bedeutung. Immerhin wurde sie in Asturien geboren und verbrachte einen Großteil ihrer Kindheit dort. Auch wurden die ersten Bilder, auf denen der Kronprinz mit Doña Letizia zu sehen ist, im Rahmen der Preisverleihung vor zwei Jahren aufgenommen. Zu dem Zeitpunkt ahnte jedoch noch niemand, dass sich hinter dem distanzierten Handschlag zwischen der damaligen TV-Journalistin und dem Prinzen die Liebesgeschichte verbarg, auf die sämtliche spanischen Medien seit Jahren warteten. Und zu guter Letzt wird in diesem Jahr das 25. Jubiläum der Premios Príncipe de Asturias gefeiert, die jährlich an Ansehen gewinnen und gern als die spanischen Nobelpreise bezeichnet werden.




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