Ex-Generalstabschef fällt in Ungnade


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José Julio Rodríguez Fernández unterstützt die Podemos-Partei von Pablo Iglesias

José Julio Rodríguez Fernández hat die Regierung in Rage gebracht. Der ehemalige Generalstabschef und somit ranghöchste Soldat Spaniens hat sich nämlich der linkspopulistischen Podemos-Partei angeschlossen und mit diesem Akt für Furore gesorgt.

Der 67-Jährige blickt auf eine steile Militär-Karriere zurück. Er ist ausgebildeter Kampfpilot, verfügt über eine Fluglizenz für Transportmaschinen, hat in Spanien, den USA und Großbritannien unter anderem „Hohe Führungsleitung“ studiert, war im Rahmen des Eurofighter-Programms in München stationiert und hatte zwischen 2008 und 2011 den Posten des Generalstabschefs inne. Der erklärte Sozialist und Anhänger von José Luis Rodríguez Zapatero trat zurück, als die Partido Popular die Regierung übernahm. 

Als Soldat in Reserve hatte er sich in letzter Zeit in der Stiftung „Foro Milicia y Democracia“ betätigt, die Strategien zur inneren Demokratisierung und Modernisierung der Streitkräfte ausarbeitete. Doch Anfang November gab Pablo Iglesias, Generalsekretär der linkspopulistischen –  anti-militaristischen – Podemos bekannt, dass Rodríguez als Kandidat für das Abgeordnetenhaus kandidieren werde. 

Diese Mitteilung führte zu einem „Aufschrei“ in Regierungskreisen. Die Konservativen waren empört. Umgehend wurde das Vorgehen des ehemaligen Generalstabschefs als grobe Verletzung der als Reservist vorgeschriebenen politischen Neutralität ausgelegt. Dieser Verstoß gegen Gesetz und Militär-Ethik wurde mit dem Ausschluss aus den Gremien zur Vergabe der höchsten Militärorden sanktioniert. Weiterhin wurde er aus der Liste der Reservisten gestrichen.




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