Erneuter Rückgriff auf den Renten-Reservefonds


Der Pegel im Spartopf sinkt weiter

Nachdem die Sozialversicherung in den vergangenen Jahren mehrmals auf den Reservefonds zurückgreifen musste, sah sich die Behörde Anfang Dezember gezwungen, erneut fünf Milliarden Euro zu entnehmen, um die letzten Rentenzahlungen in diesem Jahr bedienen zu können.

Madrid – Weil seit Beginn der Krise die Zahl der Beitragszahler um 16% gesunken ist und die Einnahmen nicht mehr die Leistungen abdecken, muss die Reserve immer wieder herhalten.

Mitte Dezember wird auch das Arbeitsministerium hineingreifen und über 400 Millionen Euro zusätzlich entnehmen, um die Einkommenssteuer auf die Rentenzahlungen zu begleichen.

Danach wird der Reservefonds auf 53,7 Milliarden Euro geschrumpft sein. Vor einem Jahr waren noch rund 60 Milliarden Euro im „Sparstrumpf“ deponiert.

Mit dessen abnehmender Tendenz  möchte Arbeitsministerin Fátima Báñez übrigens die Rentenreform rechtfertigen.




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