Erasmus-Programm wird ausgehöhlt


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Studenten können nur noch ein Semester im Ausland zubringen

Im kommenden Studienjahr werden wieder rund 40.000 Studierende und Teilnehmer gehobener Ausbildungslehrgänge am europäischen Studentenaustausch-Programm Erasmus teilnehmen können.

Madrid – Das sind genauso viele wie im vergangenen Jahr, dieses Mal werden sie jedoch nicht, wie sonst, zwei Semester lang die Förderung von durchschnittlich 250 Euro erhalten, sondern nur noch für eines, für vier Monate.

Das Bildungsministerium hat die Aufenthaltszeiten reduziert, damit es trotz der Haushaltskürzungen keinem Studenten diese Förderung ganz verwehren muss. Nur noch 18 Millionen Euro sind für diesen Budgetpunkt vorgesehen. Im vorangegangenen Jahr wurden noch 34 Millionen dafür ausgegeben, nachdem noch einmal 19 Millionen nachgelegt worden waren für diejenigen Studenten, die in skandalöser Weise, wegen akuter Sparmaßnahmen, mitten in ihrem Auslandsaufenthalt ohne Vorwarnung aus der Förderung herausgefallen waren (das Wochenblatt berichtete).

Die Förderung aus Brüssel dagegen steigt um 2,2 Millionen Euro auf 53,4. Unterm Strich stehen damit 13,8 Millionen Euro weniger für das Programm zur Verfügung.

In diesem Studienjahr erhalten die Studenten während ihres nun im Durchschnitt nur noch viermonatigen Auslandsaufenthalts 250 Euro monatlich. Der Betrag hängt auch vom Zielland ab. Dort, wo die Lebenshaltungskosten niedrig sind, gibt es nur 200 Euro, dort, wo sie hoch sind, bis zu 300 Euro. Studierende mit besonderen Bedürfnissen oder besonders niedrigem Familien-Einkommen erhalten 100 Euro zusätzlich. Kanarische Austauschstudenten kommen wegen der ultra-periphären Lage der Inseln auf 650 bis 750 Euro.




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