Energie-Konflikt soll bilaterale Beziehungen nicht beeinträchtigen


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Merkel und Zapatero demonstrieren Zusammenhalt

Trotz des deutsch-spanischen Konfliktthemas E.ON – Endesa scheint die Stimmung zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Spaniens Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero bei dessen kürzlichem Berlin-Besuch ausnehmend gut gewesen zu sein. Die durch die bislang von Spanien vereitelten Übernahme-Versuche des spanischen Energiekonzerns Endesa durch die deutsche E.ON entstandenen Spannungen könnten in keiner Weise die bilateralen Beziehungen trüben, versicherten beide nach dem Gespräch.

Berlin – Auf ausdrücklichen Wunsch Zapateros fand dieses erste Treffen der beiden Regierungschefs mit anschließendem informellem Abendessen zum besseren Kennenlernen bereits am 20. April statt, obwohl der offizielle Termin für den bilateralen Jahresgipfel erst auf den 12. September festgelegt ist.

„Die Beziehungen sind sehr gut und äußerst freundschaftlich“, stellte Merkel gleich zu Beginn der im Anschluss stattgefundenen Pressekonferenz klar. „Wir haben großes Interesse an einem guten und ausgeglichenen Miteinander und das wird auch zwischen der Bundesregierung und der sozialistischen Regierung so sein“, meinte Merkel weiter und unterstrich ihre uneingeschränkte Unterstützung für den Friedensprozess nach der ETA-Waffenruhe.

Angesichts dieses Themas rückte dann auch der E.ON-Endesa-Konflikt bei dem Gespräch etwas in den Hintergrund. Dennoch stellte Zapatero klar, dass Spanien bei seinen Entscheidungen immer das europäische Recht respektieren werde. Allem Anschein nach wollen es die beiden Regierungschefs den EU-Behörden überlassen und mit Hilfe einer „europäischen Energiepolitik“ wieder zu einem Einverständnis finden.




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