Endgültiges Rauchverbot steht kurz bevor


Gesundheitsministerium ist entschlossen, 2010 das Anti-Tabak-Gesetz zu verschärfen

Der Tag, an dem in keiner Bar, keinem Restaurant und keiner Diskothek mehr geraucht werden darf, rückt näher. Die spanische Gesundheitsministerin Trinidad Jiménez teilte am 14. Dezember mit, dass 2010 mit einer Verschärfung des Rauchverbots gerechnet werden muss. In Spanien gilt bislang noch die Regel, dass Gaststätten, deren Ausschankfläche größer als 100 Quadratmeter ist, einen separaten Raucherbereich einrichten und kleinere Gaststätten sich zwischen Raucher oder Nichtraucher entscheiden können.

Madrid – Das soll sich 2010 ändern. Die Gespräche mit den politischen Gruppen und dem Gaststättengewerbe seien schon weit fortgeschritten, teilte Jiménez dem katalanischen Radiosender Rac-1 mit. Die Verhandlungen befänden sich in der Endrunde, und die Regierung bemühe sich da­rum, das neue Gesetz so schnell wie möglich zu verabschieden, vermutlich im ersten Halbjahr 2010.

Dieses neue Gesetz sieht vor, das Rauchen an allen geschlossenen öffentlich zugänglichen Orten zu verbieten. Im Freien – auf Terrassen, in Stierkampf­arenen und Fußballstadien – darf weiterhin geraucht werden. Umstritten ist noch der Gesetzespunkt, den Verkauf von Tabakwaren in allen Lokalen zu verbieten. Das Gesundheitsministerium versichert, dass sich in den letzten Umfragen 70 % der Befragten für eine Erhöhung des Nichtraucherschutzes durch ein  endgültiges Rauchverbot aussprachen.




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