Einwanderungswelle fördert Wohlstandsstaat


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150 000 Nicht-EU-Bürger kamen 2005 auf legalem Weg nach Spanien

Zwischen Januar und September dieses Jahres sind über 150 000 Nicht-EU-Bürger auf legalem Weg und mit einem Arbeitsvertrag in der Tasche nach Spanien gekommen. Grund dafür ist, dass es in Spanien inzwischen zahlreiche Arbeiten gibt, die die hiesige Bevölkerung nur noch ungern ausübt.

Madrid – Demnach suchen zahlreiche Unternehmen händeringend nach Kellnern, Verkäufern, Maurern, Maschinisten, Lastwagenfahrern, Kranfahrern und vielen mehr. Um dieses Manko zu füllen und gleichzeitig der illegalen Immigration etwas entgegenzusetzen, legt die Regierung schon seit langem jährlich ein Kontingent an Arbeitskräften fest, das im Nicht-EU-Ausland gesucht werden kann.

Und das ist wahrlich die andere Seite der Einwanderungswelle in Spanien, die hinter dem Drama der illegalen Immigration meist in Vergessenheit gerät. Denn Spanien braucht ausländische Arbeitskräfte, um sein positives Wirtschaftswachstum zu sichern.

Schon jetzt tragen die Einwanderer erheblich zum Wohlstand bei. Einer jüngsten Untersuchung der spanischen Regierung zufolge ist beispielsweise das Pro-Kopf-Einkommen des Landes auf 623 Euro gestiegen. Allgemein könne schon jetzt gesagt werden, dass die Immigranten mehr in die staatlichen Kassen einzahlen als sie daraus erhalten.

Und auch die Arbeitslosenquote ist den Untersuchungen zufolge dank der Einwanderung um 2% gesunken.




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