Einkommensteuer-Kampagne 2006 hat begonnen


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Die Abgabefrist endet am 2. Juli

Am 2. Mai ist die Einkommen- und Vermögensteuererklärungskampagne für das Jahr 2006 angelaufen. Bis zum 2. Juli haben Steuerzahler nun Zeit, ihre Einkommenssteuererklärung (IRPF) abzugeben.

Madrid/Kanarische Inseln – Die Kampagne begann mit einem dreitägigen Streik des technischen Personals der Finanzbehörde, der sich gegen die Anstellung unerfahrener Hilfskräfte wendet.

 Der Fiskus rechnet mit der Zunahme der Einkommensteuererklärungen um etwa 845.000 auf insgesamt 17,62 Millionen, rund 5% mehr als im vergangenen Jahr. Während der diesjährigen Kampagne, die letzte, bevor die Steuerreform in Kraft tritt, die kürzlich verabschiedet worden ist, werden von den besagten 17,62 Millionen Erklärungen 13,275 Millionen mit einem Rückerstattungsanspruch sein. Die Finanzbehörde schätzt, dass sie Steuern in Höhe von 10,48 Milliarden zurückzahlen muss, während sie Nachzahlungen von 4,21 Millionen Steuerpflichtigen erwartet mit einem Gesamtbetrag von 9,75 Milliarden Euro. Die Rückzahlungsansprüche der Steuerzahler übersteigen also die zu leistenden Nachzahlungen um mehr als 730 Millionen Euro.

Steuerzahler, die ihre Einkommenssteuererklärung „nach Aktenlage“ mit dem vom Finanzamt vorgefertigten Entwurf, dem sogenannten Borrador abgeben wollen, können dies bereits seit dem 2. April tun. Je früher die Steuerunterlagen abgegeben werden, desto schneller ist auch mit der Rückzahlung zu rechnen.

Das Mindesteinkommen, ab welchem man verpflichtet ist, eine Einkommenssteuererklärung abzulegen liegt bei einem Brutto-Jahreseinkommen von 22.000 Euro. Auch in diesem Jahr sind die Steuerzahler dazu verpflichtet auf der Erklärung die Katasternummer des Gebäudes anzugeben, in welchem sie wohnen, sowie den Umstand, ob sie dort zur Miete wohnen, oder es sich um Eigentum handelt.

Was die Vermögensteuer betrifft, so werden 975.000 Erklärungen erwartet mit einer Steuersumme von 1,6 Milliarden Euro, etwa 10% mehr als im vergangenen Jahr. Die Steuerbehörde hat verschiedene Service-Einrichtungen geschaffen, um die Anfertigung der Steuererklärungen zu erleichtern, wie das Internet (www.agenciatributaria.es“ target=“_blank“ rel=“nofollow“>www.agenciatributaria.es) oder die Servicetelefone 901121224 – 901200345 oder 901 335533. Dort kann man einen Termin machen, um die Erklärung durch einen Mitarbeiter der Behörde ausfüllen zu lassen.

Hilfe zur Erledigung

Jeder Steuerpflichtige kann seine Steuerdaten anfordern, oder die erwähnte Steuerberechnung durch das Finanzamt, den Borrador, beantragen, wenn er die Vorraussetzungen erfüllt und nicht zur Abgabe einer Steuererkläung verpflichtet ist. Die Beantragung ist per Internet (www.agenciatributaria.es“ target=“_blank“ rel=“nofollow“>www.agenciatributaria.es) oder auch telefonisch (901 12 12 24 zur Bestätigung des Borrador, 901 20 03 45 für Änderungen und 901 22 33 44 für einen Termin bei einer Finanzamtfiliale) möglich.

Neben zahlreichen Banken hat auch der Sparkassenverband der Provinz Santa Cruz de Tenerife CajaCanarias in einer großen Zahl ihrer Zweigstellen Beratungspunkte eingerichtet, wo Spezialisten die Steuererklärungen anfertigen. Die besondere Aufmerksamkeit von CajaCanarias gilt den Senioren, für die eine individuelle Beratung angeboten wird. Termine können unter Telefon 922 272500 oder per Internet über www.cajacanarias.es vereinbart werden.




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