Eine gute Lösung


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Felipe González befürwortet Verlängerung der Zahlungsfristen

Vor Kurzem legte der ehemalige spanische Präsident Felipe González eine Alternative zur Zwangsräumung bei ausbleibender Hypothekenzahlung vor, die sowohl den bedrohten Familien als auch den Banken zugute käme: die Verlängerung der Zahlungsfristen und die Aushandlung geringerer Summen.

Madrid – Derzeit können viele Familien in Spanien aufgrund von Arbeitslosigkeit die Hypothek für ihr Eigenheim nicht mehr bezahlen. Beim dritten Ausbleiben der Zahlung wird entweder die Immobilie zwangsversteigert oder fällt in das Eigentum der Bank. Dann sitzt die Bank auf einer derzeit meist schwer verkäuflichen Immobilie und die Familie weiterhin auf der Hypothek, die sie neben der nun anfallenden Miete für eine Unterkunft noch weniger ableisten kann.

Stattdessen schlägt González die Verlängerung der Zahlungsfristen vor einer Einleitung der Zwangsräumung und die zeitliche Aussetzung entweder der Rückzahlung oder der Zinsen vor. Damit wäre beiden Parteien besser geholfen – die Bank bekäme weiterhin zumindest etwas Geld und die Familie behielte ihr Heim.

Der ehemalige Präsident forderte von der Regierung, sich für die Aussetzung einer der beiden Partien für fünf oder sechs Jahre einzusetzen.




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