„Ein Haufen Idioten“


Im eigenen Land neidlose Anerkennung zu finden ist am schwersten. Besonders deutlich zeigte sich das Mitte September, als Spaniens Klatsch-Medien über einen der derzeit besten Schauspieler des Landes, Oscar-Preisträger Javier Bardem herzogen.

New York – In einem Interview in dem T-magazine der The New York Times hatte der Ausnahme-Darsteller nämlich unter anderem über sein zwiespältiges Gefühl seinen Landsleuten gegenüber und deren Verhalten nach der Überreichung des Oscars gesprochen. Wörtlich meinte er unter anderem: „Die Spanier sind hart. Sie kritisieren meine Arbeit und behaupten, ich hätte mich verkauft. In solchen Momenten würde man ihnen gerne sagen „Hört auf. Ihr seid ein Haufen Idioten“. Aber es ist nun einmal so, dass man nicht jedem gefallen kann´“. Für die Yellow Press war daraufhin klar: Bardem hält seine Landsleute für Idioten. „Wenn man einen Oscar gewinnt, verändert man sich ein bisschen, aber die, die dich umgeben, verändern sich sehr. Man muss sie erst wiedergewinnen, ihnen beweisen, dass man derselbe dumme und beschränkte Junge wie vorher ist und nicht eine Art Goldjunge“, hatte Bardem jedoch auch über seine Rückkehr nach Spanien und das Wiedersehen mit seinen Freunden erklärt. Derartige Aussagen passten den einschlägigen Medien jedoch nicht ins Konzept und wurden tunlichst außen vor gelassen. Inzwischen sah sich Bardem gezwungen mitteilen zu lassen, seine Aussagen seien falsch verstanden worden, da er Englisch immer noch nicht perfekt beherrsche. In keiner Weise habe er die Spanier „beleidigen“ wollen.




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