Ein Bär vor der Eingangstür


© EFE

Das erste Februarwochenende brachte Spanien den Wintereinbruch. Der staatliche Wetterdienst hatte am 5. Februar für 41 der 50 spanischen Provinzen eine Warnung wegen Schnee, Eis und Kälte herausgegeben.

León – Heftige Schneefälle verursachten vielerorts auf dem spanischen Festland Probleme im Straßenverkehr. Das Thermometer fiel in etlichen Städten in den zweistelligen Minusbereich.

Im tief verschneiten 400-Seelen-Dörflein Prioro in der Provinz León verirrte sich ein Bärenjunges bis vor die Tür eines Wohnhauses. Wie ein Gartenzwerg saß der kleine Bär bis zum Hals im Schnee auf der Treppe vor Óscar Montoros Haus, der seinen Augen kaum traute. Das Foto, das er am hellichten Tag von dem jungen Bären im Schnee machte, wurde zu einem der meistgezeigten Bilder dieser Kältewelle in Spanien.

„Zunächst erkannte ich das Tier gar nicht und dachte, es sei ein großer Hund“, berichtete der vom Ansturm der Medien überraschte Fotograf. „Als ich genauer hinschaute erkannte ich, dass es sich um ein Bärenjunges handelte. Ich konnte gerade noch ein Foto machen“, erzählte Óscar Montoro weiter. Als er die Haustür aufmachte, habe der kleine Bär kehrtgemacht und sei davongerannt. Ans Anfassen habe er nicht gedacht, da die Bärenmutter ja in der Nähe sein konnte.

Für Óscar Montoro war das Auftauchen des Bären eine willkommene Abwechslung, denn sein Dorf war seit einigen Tagen durch die heftigen Schneefälle von der Außenwelt abgeschnitten, und der Strom war ausgefallen. Ältere Bewohner des 1.100 Meter hoch gelegenen Ortes Priorio sprachen von den stärksten Schneefällen der letzten zwanzig Jahre.




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