Eigene Uniformen für Spaniens Soldatinnen


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Verteidigungsministerin fordert, dass die Kleidung der „weiblichen Morphologie“ angepasst wird

Seit 20 Jahren dürfen Frauen in Spanien zum Militär. Doch erst mit einer Frau als oberste Befehlshaberin, Verteidigungsministerin Carme Chacón, besteht für die Soldatinnen endlich die Chance auf eigene, ihren Körperformen entsprechende Uniformen.

Madrid – Wie Cha­cón Anfang September versprach, werden die neuen Uniformen in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium entworfen. Dabei werden die Daten dienlich sein, die bereits bei der spanienweiten Vermessung von Frauen zusammengetragen wurden, um einheitliche Kleidergrößen in Spanien einzuführen. Bisher sind die Uniformen der Soldatinnen weitgehend identisch mit denen ihrer männlichen Kollegen.

Die Verteidigungsministerin, die selbst vor wenigen Monaten erstmalig Mutter wurde, kündigte weiter die Schaffung von Kinderbetreuungsstätten für Mitglieder des spanischen Militärs an.

15.400 Frauen dienen derzeit in den Streitkräften, über tausend davon sind Zuwanderer.




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