Durchschnittspreise für Wohnimmobilien erstmals seit 1993 gesunken


Auf dem freien Markt wurde im letzten Quartal 2008 ein Preisrückgang von 3,2% registriert

Die Fiesta ist vorbei, schreiben renommierte spanische Zeitungen seit Monaten immer wieder. Gemeint ist das Ende des Baubooms der letzten zehn Jahre, der Spanien, wie jetzt überdeutlich wird, einen künstlich aufgeblähten Reichtum bescherte.

Madrid – Seit Wochen folgt nun eine Negativmeldung auf die nächs­te: rasant ansteigende Arbeitslosenzahlen, der von der Rating­agentur Standard & Poor’s vorgebrachte Zweifel, ob sie Spanien weiter die maximale Kreditwürdigkeit zubilligen soll, drohende Rezession und schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt, um nur einige zu nennen.

Im letzten Quartal des vergangenen Jahres zeugte erstmalig ein weiterer Faktor von den tiefgreifenden Auswirkungen, die die internationale und nationale Finanz- und Wirtschaftskrise in Spanien mit sich bringt. Zum ersten Mal seit 1993 sind nämlich die Durchschnittspreise für Wohnimmobilien auf dem freien Markt gesunken, und zwar um 3,2%.

Und nach Angaben des spanischen Wohnungsministeriums ist das erst der Anfang. Allerdings handle es sich nicht um einen wirklichen Einbruch, sondern vielmehr um eine „Korrektur“ des Marktes, wird versichert.

Am deutlichsten war der Preisrückgang in Madrid und den umliegenden Provinzen (Guadalajara, Toledo, Cuenca und Ávila), ein Territorium, das vor wenigen Jahren noch zu den absoluten Gewinnern der Immobilienblase und ihrem flüchtigen Reichtum gehörte.

Am teuersten sind Wohnimmobilien derzeit in den Städten Getxo, San Sebastián, Sant Cugat del Vallès, Barcelona, Esplugues de Llobregat und weiterhin auch Madrid.




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