Düstere Prognosen


Sowohl Internationaler Währungsfonds als auch die Spanische Nationalbank sagen Rezession voraus

Nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) die Prognosen für Spaniens Wirtschaft bereits nach unten korrigierte, prophezeite nun auch die Spanische Nationalbank eine Rezession für dieses Jahr.

Madrid – Noch im September 2011 hatte der IWF ein Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 1,1% und im nächsten Jahr von 1,8% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) vorausgesagt. Doch in dem neuesten Bericht wurden die Prognosen deutlich nach unten korrigiert: nun soll die Wirtschaft in diesen zwei Jahren weiter abflauen, um 1,7% bzw. 0,3% des BIP.

Auch die Spanische Nationalbank schloss sich diesen Prognosen an und sagte eine weitere Schwächung der Wirtschaft und einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit voraus. Demnach soll im laufenden Jahr das BIP um weitere 1,5% sinken, 2013 aber um 0,2% steigen. Die Nationalbank begründete die diesjährige Wirtschaftsflaute mit einem Einbruch des nationalen Konsums um 4% (die Exporte dagegen sollen um 3,5% wachsen); der Staatsverbrauch soll um 6,3%, der Privatverbrauch u.a. wegen der  öffentlichen Einsparungen und der Anhebung der Einkommenssteuer um 1,2% zurückgehen.

Damit einhergehend fielen auch die Prognosen für den Arbeitsmarkt schlecht aus. In diesem Jahr soll die Arbeitslosenquote auch wegen des öffentlichen Sparkurses auf 23,4% steigen, im kommenden Jahr 23,3% erreichen.




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