Drogenkonsum in Restaurationsbetrieben stoppen


© Moisés Pérez

Abkommen zwischen der Hotellerie und dem Gesundheitswesen

Das spanische Ministerium für Gesundheitswesen und Konsum und die Föderation der Restaurationsunternehmen haben sich auf ein Abkommen geeinigt, das in Kürze unterzeichnet werden soll, um in Restaurants und Vergnügungslokalen den Drogenkonsum zu unterbinden. Die Unternehmer verpflichten sich, ihre Lokale „drogenfrei“ zu halten.

Madrid – Wie die zu dem Zeitpunkt noch zuständige Ministerin, Elena Salgado, kürzlich vor den Medien erklärte, versichern die Betriebe, die dieses Abkommen unterstützen, das zum Aktionsprogramm gegen Kokain gehört, dass in ihrem Lokal weder Drogen verkauft noch konsumiert werden. Dafür erhalten sie ein Zertifikat das sie als „Frei von Drogen“ ausweist.

Salgado versicherte, das bedeute nicht, dass die Besitzer und Mitarbeiter der betreffenden Betriebe in Polizisten umfunktioniert werden sollen. Sie werden keinerlei Durchsuchungen bei ihren Gästen durchführen. Vielmehr will man sie dazu anhalten, dass sie in ihren Betrieben die Augen offen halten, um den Drogenkonsum zu verhindern.

Das Abkommen sieht Kurse über Drogen für die Angestellten des Sektors vor, in denen sie angeleitet werden, wie man Drogenprobleme angeht und am besten mit ihnen fertig wird.

„Es werden kurze Intensivkurse sein, die den Mitarbeitern der Bars und Restaurationsbetriebe Ratschläge an die Hand geben sollen, wie sie ihre Kunden davon überzeugen können, den Drogenkonsum aufzugeben“, erklärte die Regierungsdelegierte für den Nationalen Drogenplan, Carmen Moya.

Alkoholmissbrauch

Elena Salgado hat die Vertreter des Sektors ebenfalls aufgefordert, ihre Gäste zum verantwortungsbewussten Umgang mit dem Alkohol anzuhalten.

Vor allem an Minderjährige keine alkoholischen Getränke auszuschenken und ebenso wenig an Personen die offensichtlich nicht mehr in der Lage sind, weiterzutrinken.




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