Drogen-Route über Galicien lebt neu auf


Acht Tonnen Kokain wurden in den ersten drei Augustwochen beschlagnahmt

Tausende Kilo Kokain sind diesen Sommer nach Spanien gelangt. Aber nicht alle haben die Küste auch tatsächlich unbemerkt erreicht. Allein in den ersten drei Augustwochen haben die Nationalpolizei und die Guardia Civil über acht Tonnen des „weißen Pulvers“ beschlagnahmt.

Madrid – Der Großteil davon ging den Drogenfahndern in Galicien ins Netz, aber auch in Barcelona und Valencia wurde man fündig.

Um die sogenannte „galicische Route“, die nachweislich größte Drogen-Einfuhrroute nach Europa, war es in letzter Zeit auffallend still geworden. Im Vergleich zu den 1990er und frühen 2000er Jahren waren die Drogen-Funde in den letzten Jahren geradezu lächerlich gering gewesen. Dabei waren sich die Fahnder allerdings nicht ganz sicher, ob das daran lag, dass sich die Schmugglerbanden andere Wege gesucht hatten, oder aber das Rauschgift einfach zu gut versteckt war. Bekannt war in jedem Fall, dass sich die kolumbianischen Drogen-Netze verstärkt auf Schmuggelrouten konzentrierten, die über Westafrika nach Spanien und Europa führen sollten. Da sich dies allerdings als schwieriger herausstellte als angenommen, scheint die „galicische Route“ nun neu aufzuleben.

„Sie ist für die Schmuggler zwar äußerst riskant, doch wenn die Drogen erst einmal unbemerkt an Land gelangt sind, befinden sie sich bereits mitten in Europa“, erklären spanische Drogenfahnder die Risikobereitschaft der Schmuggler. So komme es auch, dass in diesem Jahr fast wöchentlich tonnenweise Rausch­gift an der galicischen Küste beschlagnahmt wurde. August ist bei den Drogenschmugglern besonders beliebt, weil sie annehmen, dass im Sommer die Küstenüberwachung nachlässt.




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