Direkthilfen für Auto-Käufer


Mehrere autonome Regionen wollen so die Automobilindustrie ankurbeln

Auto-Käufer mit staatlichen Direkthilfen zu unterstützen, diese Rechnung ist bereits in vielen europäischen Ländern aufgegangen, um den stark angeschlagenen Automobilmarkt wieder anzukurbeln.

Barcelona/Madrid – Derzeit ist nun auch Spanien dabei, ein eigenes Konzept in dieser Hinsicht zu entwickeln. Höchste Zeit, denn allein im April dieses Jahres sind die Zulassungen von Neuwagen im Vergleich zum Vorjahr um 45,6% zurückgegangen. Während der ersten vier Monate 2009 wurde ein durchschnittlicher Rückgang von 43,7% registriert. In Navarra hingegen, wo schon vor einigen Monaten offizielle Direkthilfen für Auto-Käufer eingeführt wurden, ist der Autoverkauf im selben Zeitraum um 28,4% gestiegen.

Als erste autonome Region hat sich nun auch die Comunidad Valenciana entschlossen, der Automobilindustrie unter die Arme zu greifen. Demnach wurden 15 Millionen Euro für einen Direkthilfeplan, den sogenannten Plan Prever, freigegeben, der jedem Käufer eines Neuwagens 1.000 Euro und eines Gebrauchtwagens 500 Euro garantiert. Ähnliches wird gerade auch in Aragonien geplant, während Castilla y León sich noch in der Überprüfungsphase befindet.

Madrid hingegen hat in der vergangenen Woche eine Maßnahme verabschiedet, die Käufern eines Neuwagens 20% der Anmeldesteuer („Impuesto de Matriculación”) erlässt.

Derartige Maßnahmen fordert die Automobilindustrie in Spanien angesichts der niederschmetternden Ergebnisse der letzten Monate schon längst. In diesem Sinne sprach sich der Präsident des spanischen Automobil-Herstellerverbands Anfac, Francisco Javier García Sanz, Mitte Mai ausdrücklich für einen Plan zur Ankurbelung der Verkaufszahlen aus, der von der Regierung, den autonomen Regionen und den Herstellern selbst getragen werden soll.

Diese Forderung griff Minis­terpräsident José Luis Rodríguez Zapatero bei der diesjährigen Debatte zur Lage der Nation auf.




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