Die Zahl der Verkehrstoten ging um 9,1% zurück


Innenminister Rubalcaba präsentierte die Verkehrsbilanz 2010

Weniger Verkehrstote,weniger Schwer­­verletzte und weniger Verkehrsunfälle mit Todesfolge – das ist die erfreuliche Bilanz, die Vizepräsident und Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba in den ersten Tagen des neuen Jahres über die Situation auf Spaniens Straßen vorlegen konnte.

Madrid – 2010 waren 1.730 Verkehrstote zu beklagen, 9,1 Prozent weniger als 2009. „Ein hoffnungsvolles Jahr, doch gibt es 1.730 Gründe, um weiter für die Sicherheit auf den Straßen zu arbeiten“, sagte der Minister wörtlich.

Konkret ereigneten sich 1.548 tödliche Unfälle, 148 weniger als 2009, dabei wurden 7.954 Personen schwer verletzt, 2009 waren es 8.975. „Das Wichtigste ist jedoch, dass im siebten Jahr infolge die Zahl der Verkehrstoten auf Spaniens Straßen rückläufig ist“, freute sich Innenminister Rubalcaba.

Obwohl er diesen Erfolg dem verantwortungsvollen Verhalten der spanischen Gesellschaft zuschreibt, wies er auch darauf hin, dass der rückläufige Trend auch in der Verkehrspolitik der sozialistischen Regierung begründet ist. „Seit 2004 ist ein ständiger Rückgang der Verkehrsunfälle mit Todesopfern zu verzeichnen.“

Der Minister musste jedoch auch einräumen, dass es von Mal zu Mal schwieriger ist, die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren. „Es ist wie bei einer Schlankheitsdiät. Die ersten Kilos verliert man schnell, danach wird es immer schwieriger und am Ende ist man froh, wenn man auf dem gleichen Level bleibt“, führte er als Beispiel an. Allerdings sei er bestrebt, nicht auf dem augenblicklichen Niveau zu verharren, sondern die Zahl immer weiter zu reduzieren.

„Spanien hat seine Hausaufgaben in den ersten zehn Jahren dieses Jahrhunderts gemacht und die Zahl der Verkehrstoten um 57,5 Prozent reduziert, ja sogar die Maßgabe der EU – diese Zahl zu halbieren – mehr als erfüllt“, heißt es weiter in dem Bericht.

Jetzt bereitet die Regierung Zapatero eine neue Strategie für den Zeitraum 2011 bis 2020 vor. Die am meisten gefährdeten Personen – Kinder, alte Menschen und Radfahrer, die Unfälle in geschlossenen Ortschaften, Motorradfahrer sowie Geschwindigkeitsübertretungen sind die Hauptmerkmale des strategischen Plans für Verkehrssicherheit. Er soll dem Ministerrat bereits im ersten Quartal dieses Jahres vorgelegt werden.




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