Die wichtigsten Grundgesetze der Vermögensverwaltung, Teil 4


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Ein Artikel von Ottmar Beck (Alltrust AG)

In den vorangegangenen drei Artikeln habe ich Ihnen aufgezeigt, welche Strategien für die Kapitalanlage wesentlich sind. Dabei ist die Aufteilung des Vermögens auf die verschiedenen Anlageklassen bei der Kapitalanlage sicherlich der für die Wertentwicklung wichtigste Einflussfaktor.

Aber wie immer im Leben wird der Erfolg auch durch Arbeit, aufgewendete  Zeit und persönlichen Einsatz – sprich Hausaufgaben machen – bestimmt. Folgende Faktoren sollten Sie auf jeden Fall bei der Verwaltung Ihres Vermögens beachten – und das unabhängig davon, ob Sie es selbst verwalten oder in die Hände eines Vermögensverwalters legen.

Organisationsstruktur

Bei der Organisation des Vermögens ist der Rahmen für die operative Durchführung der damit verbundenen Tätigkeiten zu schaffen. So wird beispielsweise das Vermögen in einzelne Vermögensblöcke untergliedert. Eine systematische Verbindung zwischen Planung und Umsetzung erreicht man durch die Formulierung von Anlagerichtlinien für die einzelnen Vermögensblöcke. Diese Regelung ermöglicht dann auch die objektive Auswahl von Partnern, wie z. B. Vermögensverwalter, Beteiligungsgesellschaften oder direkten Beteiligungen, in die die vorhandenen Mittel inves­tiert werden sollen. Auch sind mit den Anlagerichtlinien die Voraussetzungen für eine effektive Beurteilung der Anlagen geschaffen.

Managementleistung

Niemand vermag heute mehr alle Anforderungen zu erfüllen. Darüber hinaus sichert die Einbeziehung Dritter dem Vermögensinhaber einen permanenten Informations- und Wissenstransfer, der für eine erfolgreiche Vermögensanlage unverzichtbar ist. Doch auch die Auswahl externer Partner bedarf einer professionellen Vorgehensweise, bei der man sich nicht etwa auf gefühlsmäßige Zufallsergebnisse verlassen sollte. Dies beginnt mit der Auflistung aller Anforderungen, die Ihre zukünftigen Dienstleister erfüllen müssen. Danach ist eine systematische Überprüfung von Stärken und Schwächen sowie der Abgleich mit den zuvor aufgestellten Anforderungen notwendig. Nur bei einer Auftragsvergabe mit klar umrissenen Grundsätzen können Sie die Qualität, bei Berücksichtigung der jeweils eingegangenen Risiken, beurteilen. Nicht vergleichbare Informationen können im schlimmsten Fall zu kostspieligen Fehlentscheidungen führen. Um eine Leis­tung zu messen, wird ein Maßstab benötigt. Die einfachste Form für einen in Europa lebenden Anleger ist, in Europa zu investieren. Will er keine Entscheidungen treffen, wird er sein „liquides Vermögen“ zu 50 % in europäische Aktien und zu 50 % in ein 1-jähriges festverzinsliches Wertpapier mit höchster Bonität anlegen. Jede Abweichung von diesem Portfolio beinhaltet das Risiko, die Rendite nicht zu erreichen, aber auch die Chance, eine bessere Rendite zu generieren. In diesem Fall kann als oberer Maßstab der Dow Jones Euro Stoxx 50 Performance Index und als die untere Begrenzung der Rex Performance Index (1 Jahr) dienen. Im idealen Fall müsste das Anlagedepot genau in der Mitte liegen.

Mehr Informationen?

Haben Sie Interesse? – Sie können bei Herrn Robert Burlon unter der Telefon-Nr.: 922-57 54 96 Näheres erfahren.




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