Die Rückreisewelle fordert 12 Verkehrstote mehr als im Vorjahr


Allen Aufklärungsaktionen zum Trotz

Ähnliche Strategie aber gegensätzliche Ergebnisse: Die hohe Zahl von Verkehrsunfällen mit Todesopfern bei der Rückreisewelle aus den diesjährigen Sommerferien ist ein klares Beispiel dafür, dass es keine exakten mathematischen Formeln für Verkehrssicherheit gibt.

Spanien – Die Generaldirektion für das Verkehrswesen DGT hat am letzten Augustwochenende die gleichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen wie zwei Wochen zuvor, am Wochenende um den 15. August. Während an diesem Datum die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle auf geradezu spektakuläre Weise zurückging – 21 Verkehrstote weniger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2009, endete der Ferienrückreiseverkehr am letzten Augustwochenende mit der tragischen Ziffer von 25 Verkehrstoten, zwölf mehr als am gleichen Wochenende vor einem Jahr. Außerdem wurden bei den 23 schweren Unfällen neun Personen schwer verletzt, vier mehr als am letzten Augustwochenende 2009.

„Es gibt immer gute und schlechte Wochenenden“, kons­­tatiert der Generaldirektor für das Verkehrswesen, Pere Navarro. Es werden immer wieder kurze Zeitabstände verzeichnet, die durch besondere Faktoren wie die Witterungsbedingungen oder auch die Zahl der Fahrzeuge die unterwegs sind, beeinflusst werden. Es sind jedoch längere Zeitabschnitte erforderlich um die Umstände und Unfallhäufigkeit zu analysieren.

Schwarzer Samstag

Der Samstag des 28. August war der dramatischste Tag der Rückreisewelle. Es waren 13 Tote und sieben Schwerverletzte zu verzeichnen. Ein 35jähriger Mann und seine beiden Töchter starben, seine Frau wurde schwer verletzt, als ihr Wagen auf ein liegengebliebenes Fahrzeug prallte. Weitere zwei Personen, 18 und 19 Jahre alt, starben, als ihr Auto 120 Meter tief bei Granada in eine Schlucht stürzte.




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