Die Post schafft 11.200 feste Arbeitsplätze


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Die Gewerkschaften hatten mit Arbeitsniederlegungen kurz vor Weihnachten gedroht

Madrid – Ende Dezember erreichte Correos, die spanische Post, eine Einigung mit den wichtigsten Gewerkschaften des Sektors, die mehr als 51.000 Mitarbeiter vertreten. Damit konnte das öffentliche Unternehmen in letzter Minute einen Streik während der Weihnachtszeit abwenden. Das Abkommen sieht die Schaffung von 11.200 festen Stellen vor, aufgeteilt auf neue und bislang zeitlich begrenzte Arbeitsplätze, die in feste Verträge umgewandelt werden. Darüber hinaus sollen die Gehälter bis 2020 um knapp 9% angehoben werden.

Drei Monate lang hatten die Gewerkschaften Druck ausgeübt und wiederholt mit Streiks gedroht. Doch erst bei der Ankündigung von Arbeitsniederlegungen in der Vorweihnachtszeit lenkte Correos ein und sagte eine Verstärkung der Belegschaft zu. Etwa 6.500 Arbeitsplätze von pensionierten Arbeitnehmern, die während der Krise und aufgrund einer Entscheidung der PP-Regierung nicht neu ausgeschrieben wurden, werden nun wieder besetzt. Dazu werden rund 4.700 zeitlich begrenzte Arbeitsverhältnisse in feste umgewandelt und so deren Anteil auf 8% gesenkt. Die Gehälter werden bis 2020 stufenweise um knapp 9% erhöht, um die während der Krise verloren gegangene Kaufkraft der Angestellten wieder zu garantieren.

Die Gewerkschaften begrüßten die Einigung, insbesondere, weil während der Krise verloren gegangene Rechte zurückerlangt werden konnten. Dazu gehört die Arbeit am Samstag, die nun freiwillig ist und besonders vergütet wird. Auch sollen die Rotation des Personals verringert und die Weiterbildung und die interne Karriere gefördert werden.

Die Arbeitnehmervertreter führten die erlangten Zugeständnisse auf den Druck durch die Androhung von Streiks rund um Weihnachten zurück.





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