Die Polizei schätzt das „gewaschene“ Geld auf 670 Millionen Euro


© EFE

Im Fall „Malaya“ waren 26 Strohmänner im Auftrag von Antonio Roca tätig

Im Rahmen der Korruptionsaffäre in Marbella, unter dem Namen Fall Malaya bekannt, wurden nach vorsichtigen Schätzungen der Polizei 669,6 Millionen Euro gewaschen.

Marbella – Der größte Teil davon  stammte aus Bestechungen und Provisionszahlungen für urbanistische „Freundschaftsdienste“ in der Stadt. Die Spezialeinheit für organisiertes Verbrechen der Nationalpolizei UDYCO und Beamte der Steuerfahndung haben der Staatsanwaltschaft von Marbella ihre entsprechenden Untersuchungsergebnisse mitgeteilt. Daraus geht hervor, dass 111 Milliarden Peseten von 26 Strohmännern gewaschen wurden, die für den Kopf der Betrugsaktion und ehemaligen urbanistischen Berater der Stadt, Juan Antonio Roca, tätig waren.

Die Polizei ist davon überzeugt, dass ein einziger dieser Strohmänner mehr als 111 Millionen Euro in den legalen Geldumlauf gebracht hat. Eine Madrider Anwaltskanzlei hat die stolze Summe von 68 Millionen Euro gewaschen.

Was die Summe von 669 Millionen betrifft, so ist diese nach Erläuterungen der Polizei auf jeden Fall die unterste Grenze ihrer Kalkulationen. Der tatsächliche Betrag sei mit Sicherheit wesentlich höher gewesen. Hier geht es um den Nettobetrag der Bestechungsgelder, die gewinnbringend angelegt beachtliche Renditen erbracht haben.




Über Wochenblatt

Das Wochenblatt erscheint 14-tägig mit aktuellen Meldungen von den Kanaren und dem spanischen Festland. Das Wochenblatt gilt seit nunmehr 36 Jahren als unbestrittener Marktführer der deutschsprachigen Printmedien auf den Kanarischen Inseln.