Die lieben Nachbarn …


Meistens geht es um Geräuschbelästigung

Wie in allen anderen Ländern gibt es auch in Spanien Nachbarschaftsstreitigkeiten zuhauf.

Madrid – Eine von der Rechtsschutzversicherung CPP Protección Legal in Auftrag gegebene und von dem Unternehmen Netquest erstellte Studie ergab, dass zwei Drittel der Spanier schon einmal in einen Zwist mit den „lieben Nachbarn“ verwickelt waren.

Der Studie zufolge drehen sich die spanischen Nachbarschaftsstreitigkeiten am häufigsten um Lärm, nicht bezahlte Nebenkosten oder Haustiere, gefolgt von Schmutz und schlechten Gerüchen. Allerdings überwiegt mit Abstand die Lärmbelästigung. Eduardo Gil von CPP erklärte: „Ein zu hoher Lärmpegel ist ein für unsere Kultur typisches Problem. Wir haben dieselbe Studie in Großbritannien durchgeführt, und dort gibt es nur die Hälfte der auf dieser Ursache beruhenden Konflikte zwischen Nachbarn.“

Hervorzuheben ist, dass mehr als 50% der Befragten angaben, der Streit mit den Nachbarn sei im vergangenen Jahr entstanden. Laut Gil wirke sich die Wirtschaftskrise negativ auf die nachbarschaftlichen Beziehungen aus, „nicht nur, weil die Leute schlechtere Laune haben, sondern weil immer häufiger die Nebenkosten nicht bezahlt werden können“.

Das typische Profil eines streitenden Nachbarn ist der Studie zufolge eine Person im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, welche in einer Wohnung lebt. Besonders häufig zanken sich die Bewohner Murcias, Madrids und Valencias. In der Regel verursachen diese Streitigkeiten Kosten zwischen 100 und 500 Euro. Befragt nach den Folgen, nannten die Probanden den unvorhergesehenen Geldaufwand, den Zeitverlust, die Aufnahme rechtlicher Schritte, stressauslösende Diskussionen und sogar gesundheitliche Probleme.




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