Die Justiz geht gegen die Marihuana-Plantage vor


Obwohl sich die Bürger dafür ausgesprochen hatten

Wie die Regierungsdelegation in Barcelona kürzlich mitteilte, hat das Verwaltungsgericht von Tarragona die Klage der Abogacia del Estado, der staatlichen Direktion für Rechtsfragen, die dem Justizministerium untersteht, angenommen, um die Initaitive der Gemeinde Rasquera bei Tarragona auszubremsen, die auf Gemeindegelände eine Marihuanaplantage genehmigt hatte (das Wochenblatt berichtete).

Rasquera – Ein sogenannter Raucherclub hatte das Gelände für zwei Jahre gepachtet, um dort das „Gras“ für den Eigenbedarf anzubauen. Bei einer Abstimmung unter den Einwohnern von Rasquera hatte sich die Mehrheit der Bevölkerung, etwa 56 %, für das Projekt ausgesprochen und grünes  Licht für die Marihuana-Plantage gegeben.

 In der Zone ist die Arbeitslosenquote besonders hoch und die Plantage wurde als Alternative für neue Arbeitsplätze bewertet. Das Projekt war Teil eines Antikrisenplans, um die Gemeindefinanzen zu sanieren.

Der Raucherclub ABCDA hatte sich bereit erklärt, 1,3 Millionen Euro für die Überlassung des Geländes über einen Zeitraum von zwei Jahren zu zahlen. Der Gemeinderat von Rasquera segnete den Pachtvertrag mit den vier Stimmen der Regierungspartei ab, während sich die drei Stadtverordneten der Opposition dagegen aussprachen.

Die Staatsanwaltschaft von Tarragona hat ebenfalls Untersuchungen über die Gesetzmäßigkeit des Vertrages eingeleitet und Kopien sämtlicher Verträge angefordert.




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