Die Guardia Civil verhaftete die Führung der „Mara Salvatrucha“


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Die 35 Mitglieder der Bande stammen aus El Salvador

Die Guardia Civil hat vor einigen Tagen in Barcelona 35 Personen verhaftet, denen vorgeworfen wird, eine „Nebenstelle“ der Latino-Bande Mara Salvatrucha in Spanien zu sein.

Barcelona – Während die meisten kriminellen Gruppierungen, die sich in Spanien bilden, „Imitationen“ sind, kamen die beiden Köpfe dieser Bande, die in Alicante und Barcelona ansässig sind, direkt aus El Salvador nach Spanien. Hier haben sie nach einer Information der Guardia Civil eine Delegation gegründet.

Die Untersuchungen begannen bereits 2012, als ein junger Mann im Hafen von Alicante mit schweren Stichverletzungen aufgefunden wurde. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich um einen Streit unter rivalisierenden Banden gehandelt hatte. Danach haben die Sicherheitskräfte ein Netzwerk aufgedeckt, das Stützpunkte in Alicante, Madrid, Barcelona, Girona und Tarragona unterhielt, und Drogenhandel sowie Diebstähle im großen Stil betrieb. Doch die Bande hatte noch einen weiteren „Geschäftszweck“ – die Geldwäsche. Ihre Mitglieder waren damit beschäftigt, Bars und Restaurants in den Touristikzonen in Alicante zu erwerben oder zu eröffnen. Die beiden Köpfe der kriminellen Gruppe, einer von ihnen war unter dem Spitznamen „der Virus“ bekannt, sind vierzig Jahre alt, alle anderen Mitglieder sind junge Männer zwischen 17 und 25 Jahren. Bei den 28 durchgeführten Hausdurchsuchungen wurden Messer aller Größen und Schwerter sichergestellt sowie Attrappen von Schusswaffen. Auch eine größere Menge an Drogen, vorwiegend Kokain und Haschisch, fielen der Polizei in die Hände.




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