„Die goldenen Zeiten sind vorbei“


Spaniens Experten bestätigen das Ende des Immobilienbooms

Zwischen 1996 und 2006 sind die Immobilienpreise in Spanien um etwa 170% gestiegen. Ausschlaggebend für diesen unglaublichen Boom waren die günstigen Hypotheken, die ebenfalls im selben Zeitraum „boomende“ Zuwanderung und der hohe Anteil sogenannter Zweitimmobilien, die meist von Ausländern erworben wurden.

Madrid – Doch das Ende dieser „goldenen Zeiten“ steht kurz bevor. Das jedenfalls bestätigen inzwischen sogar Spaniens Immobilien-Experten, die Bauherrn und auch sonstige an dem Boom interessierte Sektoren.

Die Trendwende wurde unter anderem mit dem Zinserhöhungszyklus durch die Europäische Zentralbank herbeigeführt. Inzwischen haben sich nämlich auch in Spanien die vorher so günstigen Finanzierungsbedingungen für Immobilien deutlich verschlechtert. Und eine Verbesserung ist bislang nicht abzusehen.

Die ersten Folgen sind inzwischen schon auf dem Immobilienmarkt zu beobachten.

Geringer Preisanstieg

Demnach betrug der Preisanstieg im ersten Quartal dieses Jahres nur 7,2%. 2004 lag der jährliche Preisanstieg noch bei durchschnittlich 15%. Inzwischen wird sogar die Möglichkeit rückläufiger Immobilienpreise nicht mehr von der Hand gewiesen. Madrids Immobilien-Sektor sagt für dieses Jahr einen Preisanstieg von nur 3% voraus, 2008 könnte der Markt stagnieren und erst im darauf folgenden Jahr wieder um 1% steigen.




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