Die fünf Bestverdiener Spaniens


© Inditex

Zusammen kassierten sie im letzten Jahr 62,7 Millionen Euro

Nachdem Telefonica das Jahreseinkommen ihres Präsidenten César Alierta bekannt gemacht hat, haben fast alle 35 in Ibex vertretenen großen Unternehmen nachgezogen und die Einkünfte ihrer Präsidenten im Jahr 2011 veröffentlicht.

Madrid – Nach diesen Daten haben die fünf bestbezahlten Firmenchefs Spaniens zusammen 62,7 Millionen Euro kassiert.

Vier von ihnen sind Mitglieder des sogenannten Rats der Unternehmer für den Wettbewerb CEC, der Club, mit dem König Juan Carlos kürzlich zusammentraf und dessen Mitglieder aufgefordert hatte, Schulter an Schulter gegen die Krise zu kämpfen. Der Rat hatte die letzten Reformen des Arbeitsgesetzes begrüßt, die eine „Verbilligung“ der Abfindungen bei Entlassungen vorsehen. Er forderte Klarheit und zügige Abwicklung, wenn aus betrieblichen Gründen eine „Variation“ in der Belegschaft des Unternehmens erforderlich wird. Die Mehrheit dieser Manager hat „gepanzerte Verträge“ und Pensionsansprüche in Millionenhöhe. So hat der Präsident der Elektrizitätsgesellschaft Iberdrola beispielsweise im Falle einer Kündigung Anspruch auf fünf Jahresgehälter, was 165 Tagessätzen pro gearbeitetes Jahr entspricht. Der Vizepräsident der Banco Santander hatte zum Ende 2011 einen Pensionsplan in Höhe von 87,7 Millionen Euro.

Der bestbezahlte Spanier ist Pablo Isla. Präsident des Textilkonzerns Inditex (Zara, Zara Kids, Pull & Bear, Massimo Dutti, Bersha, Stradivarius, Oysho, Utergüe – 5.527 Geschäfte weltweit). Er wurde im Juli letzten Jahres zum Präsidenten des Aufsichtsrates gewählt und erhielt aus diesem Anlass 221.264 Aktien des Unternehmens, die zu diesem Zeitpunkt einen Stückwert von 62,07 Euro hatten, gesamt also 13,73 Mio. Euro. Er erhielt zunächst Bezüge als Vizepräsident, später als Präsident, als Mitglied des Aufsichtsrates etc. Insgesamt belief sich sein Einkommen auf  20,3 Millionen Euro.

Auf dem zweiten Platz lag Alfredo Saénz, Vizepräsident der Banco Santander. An Gehältern, Diäten, Entschädigungen als Mitglied verschiedener Aufsichtsräte, Lebensversicherungen und anderen Zahlungen zu Lasten der Bank sowie der Aufstockung seiner Pensionsansprüche kam er auf ein Gesamteinkommen von 12,7 Millionen Euro.

Dritter ist César Alierta, der Präsident der spanischen Telefongesellschaft Telefónica, der 10,27 Millionen Euro verdient hat. Davon erhielt er 6,9 Millionen ausgezahlt, der Restbetrag setzt sich aus Aktien, Lebensversicherungen und Pensionsaufbesserungen zusammen. Der ausgezahlte Betrag besteht aus seinem Präsidentengehalt von 2,53 Mio. und  Boni von 4,01 Mio Euro.

Antonio Brufau ist der vierte Großverdiener. Als Präsident der Mineralölgesellschaft Repsol YPF betrugen seine gesamten Einnahmen im vergangenen Jahr 10,5 Millionen Euro. Sein Gehalt beträgt 2.368 Mio. Euro, Sachleistungen wie Wohnung, Versicherungen etc. schlugen mit 1,94 Mio. Euro zu Buche. Als Gratifikation für den Rekordgewinn 2010 erhielt er 2,772 Mio. Euro und für den Erwerb der Filialen in China und Brasilien kassierte er beachtliche Provisionen, und seine Versicherungspolice – Lebens-, Kranken-, Sterbeversicherung und Pension ist dem Unternehmen Repsol 2,65 Millionen Euro wert.

Nicht viel weniger, nämlich 9,5 Millionen Euro, hat José Ignacio Sánchez Galán 2011 vom Energiekonzert Iberdrola eingenommen. Die Bezüge beliefen sich auf 6,5 Millionen, ein Bonus in Form von Aktien brachte weitere 3,2  Mio. Euro. Auch in seinem Einkommen sind Bezüge als Mitglied in verschiedenen Aufsichtsräten sowie Prämien enthalten.




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