Die eigenen Geldanlagen verstehen: Die acht „Wie’s“


Ein Artikel von Ottmar Beck (Alltrust AG)

Nur wer seine Geldanlage versteht, hat die Chance auch seine Risiken zu beherrschen. Die Banken haben es einmal wieder vorgemacht, wie man Milliardenverluste erleiden kann, wenn die Verantwortlichen ihre Anlagen nicht richtig kennen.

Ansonsten kann man nicht verstehen, wie diese Verlus­te trotz riesiger Kontrollapparate entstehen konnten. Was können Sie tun, damit Ihnen dies bei Ihrer Geldanlage nicht passiert? Es gibt drei Grundregeln im Umgang mit dem eigenen Geld.

Seine Kapitalanlagen kennen

Jede Kapitalanlage hat viele Risiken: Marktrisiko, Branchenrisiko, Bonitätsrisiko, Schuldnerrisiko, Kursschwankungsrisiko, Liquiditätsrisiko, Managementrisiko, Konkursrisiko und so weiter. Dazu kommen bei komplizierten Produkten oft versteckte Gebühren, die die Rendite mindern. Sie sollten nur in Kapitalanlagen investieren, die Sie wirklich von A bis Z verstehen. Diese Regel gilt vor allem heute, wo es von undurchsichtigen Produkten nur so wimmelt. Auch einige leitende Banker geben inzwischen zu, die Tücken des US-Subprime-Hypotheken­markts nie so richtig analysiert und verstanden zu haben. Sie müssen jede Kapitalanlage sorgfältig analysieren und verstehen. Als Faustregel gilt: je höher die versprochene Rendite über dem Drei-Monats-Termingeld liegt, desto höher ist das Risiko.

Seine Risikofähigkeit kennen

Sie müssen wissen, welches Risiko Sie sich finanziell überhaupt leisten können. Bestimmend sind hier das vorhandene Vermögen sowie die zu erwarteten Einnahmen und Ausgaben über einen bestimmten Zeitraum. Ein Rentner, der in den nächsten zehn Jahren sein Kapital zum Leben braucht, verträgt wenig Risiko. Er sollte den größten Teil seiner Gelder sicher auf einem Konto deponieren. Ein leitender Angestellter, der über ein größeres Depot verfügt, kann das erst in Jahrzehnten einzusetzende Vorsorgekapital mit höherem Risiko investieren. Für ihn sind kurzfristige Kursschwankungen keine existenzielle Gefahr. Aber auch ein Rentner mit einer Lebenserwartung von vielleicht noch 30 Jahren muss wegen des Erhalts der Kaufkraft einen Teil seines Kapitals in schwankungsanfälligere Anlagen investieren. Bei der Planung der Risikofähigkeit gilt: Ihre Kapitalanlage darf Ihre persönliche Lebensführung nie in Gefahr bringen und Sie selbst nie in Angst und Schrecken über die Zukunft versetzen. Die Risikofähigkeit ist immer eine individuelle Angelegenheit und muss für jeden einzelnen Anleger geklärt werden.

Seine Risikobereitschaft kennen

Wer Risiken eingeht, erleidet von Zeit zu Zeit Verluste und muss diese Verluste auch ertragen können. Viele Anleger haben ihre Risikobereitschaft nie richtig evaluiert oder sie schlicht falsch eingeschätzt. So kommt es immer wieder zu Verkäufen aus Angst, die dazu führen, dass der Anleger seine momentanen Verluste nie wieder aufholen kann. Wenn Positionen aus Angst aufgelöst werden oder Sie schlaflose Nächte ertragen müssen, dann stimmt Ihre Risikobereitschaft nicht mit Ihrer Risikofähigkeit überein. Fakt ist: Sie können die Verluste schlecht ertragen.

Um die drei Grundregeln für sich selbst anzuwenden, müssen Sie mit Hilfe der folgenden acht Wie’s Ihre persönliche Situation bestimmen:

Familie: Wie sichere ich mich und meine Familie ab?

Arbeitsplatz: Wie sicher ist mein Arbeitsplatz?

Liquidität: Wie hoch muss meine kurzfristig verfügbare Reserve sein?

Zeitachse: Wie viel Geld brauche ich wann?

Ziele: Wie lauten die Ziele, die ich mit meiner Kapitalanlage erreichen will?

Risiko: Wie hoch ist meine Risikofähigkeit und Risikobereitschaft?

Kapitalanlage: Wie sehen meine Kapitalanlagen aus?

Steuern: Wie optimiere ich meine Kapitalanlagen?

Mehr Informationen? Haben Sie Interesse? – Sie können bei Herrn Robert Burlon unter der Telefon-Nr.: 922-57 54 96 Näheres erfahren.




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