Die Bank im Handy

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Die Bank im Handy

Seit 2016 hat sich die Zahl der Kunden, die ihre Bankgeschäfte per Handy erledigen, verdreifacht

Madrid – Die zunehmende Nutzung des Mobiltelefons hat die Geschäftswelt signifikant verändert. Dies trifft insbesondere auf den Finanzsektor zu, der schon seit Jahren auf die Entwicklung dieser Technologie setzt, mit dem Ziel, seine Rentabilität zu steigern und einen Teil der Kosten für Personal und Niederlassungen vor Ort einzusparen.
Mittlerweile stößt diese Form des Online-Bankings bei einem Großteil der Bankkunden auf Akzeptanz. In Spanien wickeln fast die Hälfte aller Kontoinhaber, ein Anteil von 47,1%, mindestens einmal pro Woche Bankvorgänge über das Smartphone ab. Dies geht aus einer Studie der Grupo Inmark hervor, für die 11.014 Spanier persönlich befragt wurden.
In den vergangenen drei Jahren hat sich der Anteil derer, die das Mobile Banking regelmäßig einsetzen, verdreifacht. Die Analysten von Grupo Inmark gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Zum einen, weil die Banken diese Entwicklung aktiv vorantreiben und die Kunden deshalb nicht umhin können, zumindest gelegentlich ihr Smartphone einzusetzen, zum anderen, weil es von der Kundenseite her eine Nachfrage nach dieser Dienstleistung gibt und die Nutzer im Umgang mit der neuen Technologie immer geübter werden.
Am besten schneidet diesbezüglich die ING ab: Schon acht von zehn Kunden dieser Bank nutzen das Handy. An zweiter Stelle steht die BBVA mit 53,4%, gefolgt von der Ban­co Sabadell mit 51,5%.
Bisher setzen die Bankkunden das Mobile Banking vor allem ein, um Kontostände und Ausgaben abzufragen und Überweisungen zu tätigen. Das Ziel der Banken ist es jedoch, auf diesem Wege den Umsatz zu steigern und auch den Verkauf von Finanzprodukten über das Smartphone auszubauen. Doch zurzeit wickeln lediglich 3,2% aller Bankkunden solche Operationen über das Handy ab. Die Banken, bei denen die meisten Finanzgeschäfte über das Handy abgewickelt werden, sind in Spanien die CaixaBank mit fast einem Drittel, 30,3%, ihrer Investment-Kunden, gefolgt von der BBVA mit einem Anteil von 19,4% und der Banco Santander mit 18,2%.

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