Der Sieg bei den Europawahlen ist keine Zukunftsgarantie


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Aznar warnt Parteichef Mariano Rajoy:

Bei der Abschlussveranstaltung der Sommerkurse der Stiftung FAES (Stiftung für Analyse und soziale Studien) der Partido Popular traten Ex-Präsident José Maria Aznar und sein Nachfolger an der PP-Spitze, Mariano Rajoy, erstmals wieder gemeinsam auf.

Madrid – Beide waren als Redner für den feierlichen Schlussakt der Sommerkurse eingeladen worden. Auch bei dieser Gelegenheit konnte Aznar es sich nicht verkneifen, Rajoy mit erhobenem Zeigefinger Ratschläge zu erteilen. Allerdings waren diese Äußerungen weitaus gemäßigter als bei der Veranstaltung vor einem Jahr, als beide sozusagen mit erhobenen Schwertern um die Macht in der Partei kämpften. Aznar beglückwünschte seinen Nachfolger an der Parteispitze öffentlich zum Triumph der PP bei den Europawahlen. Er warnte aber gleichzeitig: „Erfolge in der Vergangenheit garantieren nicht den Erfolg in der Zukunft“. Ein Hinweis darauf, dass 2011 Kommunalwahlen und 2012 Parlamentswahlen anstehen.

„Nur die entschlossene Verteidigung unserer Ideen auch gegen die allgemeine Strömung; die Entschlossenheit ausschließlich die Wahrheit zu sagen und ein klares Programm für die Zukunft – auch wenn es Opfer verlangt – wird uns einen verdienten Sieg sichern“, erklärte der spanische Regierungs­­chef der Jahre 1996 bis 2004.

Aznar zeigte sich bereit, mit der derzeitigen Parteispitze zusammenzuarbeiten und Lösungen beizusteuern, …“ auch wenn diese weder einfach noch bequem sein werden“. Es sei nicht sein Ding sich lächelnd den Bürgern zu zeigen sondern Ideen zu liefern für die Gegenwart und Zukunft Spaniens.

Neben seiner eigenen Mitarbeit stellte Aznar der Partei und ihrem Chef Mariano Rajoy die Arbeit der Stiftung FAES zur Verfügung, eine Einrichtung die brauchbare Ideen entwickeln könne.




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