Der Kopf muss den Bauch schlagen!


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Ein Artikel von Ottmar Beck (Alltrust AG)

Emotional ist die Risikoscheu der Anleger nach den Erfahrungen des Jahres 2008 nachvollziehbar. Doch Handlungsbedarf bleibt bestehen. Durch die sehr starken Verluste am Aktienmarkt sind viele Risiken in den Kursen heute schon enthalten.

Wissenschaftliche Theorien und empirische Untersuchungen haben immer wieder klare Regeln aufgestellt, wie Anleger vorgehen müssen, um einen langfristigen Vermögenszuwachs zu erzielen. Aber wer hält sich schon daran. Es wird verkauft, wenn man Angst vor weiteren Verlus­ten hat, meist ist es dann zu spät, und es wird mutig gekauft, wenn der Aufstieg schon beinahe vorbei ist.

Der Königsweg zu einer langfristigen Wertsteigerung führt über eine gründliche Bestandsaufnahme und die Formulierung des Anlagezieles. Die nachhaltige Vermehrung des Kapitals führt einzig und allein über eine systematische Vermögensverwaltung. 90 % der jährlichen Wertsteigerung des Wertpapiervermögens sind auf die strategische Vermögens­aufteilung zurückzuführen.

Nehmen wir unser Beispiel: Wenn Sie Ihr ganzes Vermögen von 100 Euro in Aktien investieren, bleiben Ihnen nach einem Verlust von 50 % noch 50 Euro übrig. Jetzt müssen Sie 100 % Gewinn mit Ihren Aktien erzielen, um wieder Ihre ursprünglichen 100 € zu­rück zu erhalten. Haben Sie 50 Euro in Aktien und 50 Euro in festverzinsliche Wertpapiere investiert, so besitzen Sie nach einem Verlust von 50 % bei Aktien und 3 % Zinsertrag bei festverzinslichen Wertpapieren noch ein  Vermögen von 76,5 €. Gehen Sie jetzt nach der alten Regel vor, einmal im Jahr das ursprüngliche Verhältnis 50 zu 50 wiederherzustellen.

Sie starten somit im neuen Jahr mit einer Anlage von 38,5 € in Aktien und 38,5 € in festverzinslichen Wertpapieren. Von dieser Basis aus wird es Ihnen viel schneller gelingen Ihre ursprünglichen 100 Euro zurück zu erhalten und langfristig eine zufriedenstellende Rendite zu erzielen. Vor allem dann, wenn Sie in den erfolgreichen Jahren die Aktiengewinne nach dieser Methode teilweise realisiert und in festverzinsliche Zinspapiere investiert haben.

Obwohl wir alle über keine Prognosefähigkeiten verfügen, können wir trotzdem langfris­tig das künftige gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Geldpolitik einschätzen. Im Moment haben wir eine überreiche Geldversorgung. Es kann zwar abhängig von der Konjunktur unterschiedlich lange dauern, aber auf übermäßigen Notendruck ist noch immer die Inflation gefolgt. Die globale Vertrauenskrise wird sich beruhigen und das wirtschaftliche Umfeld wird sich wieder verbessern. Daher kann man eine Aussage über den zukünftigen Erfolg von einzelnen Anlageklassen treffen. Wir alle wissen, dass festverzinsliche Wertpapiere bei einer steigenden Inflation schlechte Anlagen sind. Eines dürfte sicher sein, in der Geschwindigkeit, in der im Moment weltweit Geld kreiert wird, ist die Wiederkehr der Inflation vorprogrammiert. In einem inflationären Umfeld erfolgen immer Kursgewinne in Sachwerten, das spricht für Aktien und Rohstoffe. In diesem langfristigen Szenario ist der Kauf von Staatsanleihen mit Renditen von 3 % unattraktiv. Daher gehört in jedes Vermögen ein Aktienanteil dessen Größe nach dem Motto des magischen Dreiecks der Vermögensanlage – Rendite, Sicherheit und Liquidität – von jedem Anleger geplant und konsequent umgesetzt werden muss. Insofern ist es Zeit für Sie, auch in diesem Jahr Ihren Aktienanteil wieder auf den geplanten Anteil zu erhöhen.

Mehr Informationen?

Am 20. Januar 2009 findet für unsere geladenen Gäste in Puerto de la Cruz im Hotel Garoe ein privater Vortrag statt. Haben Sie Interesse? Dann wenden Sie sich unter der Telefon-Nr.: 922 575496 an Herrn Robert Burlon.




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