Dem „Botellón“ wurde der Kampf angesagt


© Moisés Pérez

Gesetz gegen Alkoholkonsum von Minderjährigen in Vorbereitung

Nachdem sich das in Spanien schon seit längerem bekannte Phänomen „jugendlicher Saufgelage auf Straßen und Plätzen“, hier kurz „Botellón“ genannt, in den letzten Wochen zu einer Art Wettkampf auszuwachsen scheint, wo die Jugendlichen verschiedener Städte versuchen, an einem Abend möglichst viele Trinkwillige zusammenzutrommeln, hat die Regierung Konsequenzen gezogen.

Madrid – Wie Gesundheitsministerin Elene Salgado Ende März ankündigte, ist sie dabei, ein Gesetz gegen den Alkoholkonsum von Minderjährigen auszuarbeiten.

Konkret geht es dabei vor allem darum, die in den verschiedenen autonomen Regionen unterschiedlichen Normen im Hinblick auf Alkoholkonsum von Minderjährigen zu vereinheitlichen.

So ist es beispielsweise derzeit in den Regionen Castilla y Leon und Asturien noch erlaubt, Minderjährigen Alkohol zu verkaufen. Das soll sich baldmöglichst ändern.

Als weitere Maßnahme ist die Einschränkung der Werbung für alkoholische Getränke in sämtlichen Medien vorgesehen.

Das zukünftige Gesetz ist Teil eines Regierungsplans über die Qualität des nationalen Gesundheitssystems, der in diesem Jahr über ein Budget von 50 Millionen Euro verfügt.




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