Coronavirus-Forschung auf Hochtouren


FOTO: GOBIERNO DE ESPAÑA

Spanien – Landesweit arbeiten Forschungszentren mit Hochdruck daran, die Erkrankung Covid-19 möglichst schnell zu erkennen, erkrankte Menschen zu behandeln oder eine Impfung zu entwickeln. Im Rahmen eines Schnellprogramms hat die Europäische Kommission Forschungsgelder für verschiedene europäische Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt. Unter anderem arbeitet das katalonische Institut für Nanowissenschaft und Nanotechnologie (ICN2), unter Leitung von Laura M. Lechuga und in Kooperation mit Italien und Frankreich, an der Entwicklung eines Schnelltests auf der Basis eines nanotechnologischen, optischen Biosensors , der innerhalb von nur 30 Minuten das Vorhandensein des SARS-CoV2, wie das Virus genannt wird, nachweisen soll. Der Test soll auch an Tieren anwendbar sein, sodass eine Verbreitung des Virus künftig frühzeitig unterbunden werden soll. Außerdem wird fieberhaft an einer möglichen Behandlung geforscht. Erfolgversprechend scheint im Moment unter anderem die Entdeckung, dass ein Medikament des spanischen Pharmakonzerns Pharmamar, das zur Behandlung multipler Myelome eingesetzt wird, in der Lage ist, die Vervielfachung des Coronavirus HcoV-229E, das zur Familie des neuen Coronavirus gehört, zu bremsen. Nun wird untersucht, ob sich diese Beobachtung auch auf SARS-CoV2 übertragen lässt. Außerdem sind spanische Forscher zuversichtlich, innerhalb der nächsten drei Monate einen Impfstoff zu entwickeln, der dann zunächst an Ratten und in einer zweiten Phase an Menschen getestet werden soll. Währenddessen gab das chinesische Verteidigungsministerium am Dienstag bekannt, dass in der eigenen Militärakademie der Wissenschaften eine erfolgreiche Impfung gegen SARS-CoV2 entwickelt worden ist, die zum Test am Menschen freigegeben wurde. Wann diese Tests beginnen, wurde nicht genannt.

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