CNMV rügt börsennotierte Unternehmen wegen Korruption


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Die Börsenaufsicht will den Kodex verschärfen

Madrid – Die Spanische Börsenaufsicht CNMV (Comisión Nacional del Mercado de Valores) fordert von den börsennotierten Unternehmen ein entschiedeneres Vorgehen bezüglich der Korruptionsskandale, die sie betreffen. In einem Kommuniqué, das Ende November veröffentlicht wurde, heißt es: „Die Fälle mutmaßlicher regelwidriger Praktiken in einigen börsennotierten Unternehmen, die in den letzten Monaten bekannt wurden und von denen einige zu Strafverfahren geführt haben, sind für die CNMV ein Grund zur Besorgnis. Auch wenn diese Fälle nur einige Unternehmen betreffen oder nur einer begrenzten Anzahl von Personen zur Last zu legen sind, können Situationen dieser Art das Ansehen und den Ruf unseres Wertpapiermarktes gefährden, dessen Integrität und Transparenz die CNMV dient.“
Die Börsenaufsicht zieht deshalb in Erwägung, die diesbezüglichen Empfehlungen bei der Überarbeitung des Kodex der guten Unternehmensführung für börsennotierte Gesellschaften (Corporate Governance Kodex) zu verstärken.
Verschiedene Börsenakteure sind in letzter Zeit wegen Korruption und anderen Verstößen ins Visier der Justiz geraten, darunter u.a. die Bauunternehmen FCC und OHL, die Banken BBVA, Banco Polular und Ban­kia/Caja Madrid sowie der Energieerzeuger Iberdrola.

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