Churn – die Abwanderungsraten der Mobilfunkanbieter


Foto: Pixabay

Bei Vodafone ist die Abwanderung besonders hoch

Madrid – Der spanische Telekommunikationsmarkt ist gesättigt. Es gibt mehr Handyanschlüsse als Einwohner. Wachstum ist nur noch dann möglich, wenn Pauschalpakete (Festnetz, Handy, Internet und TV) an den Mann gebracht werden können oder ADSL-Internetanschlüsse auf ultraschnelles Glasfaser-Internet  umge- stellt werden. Neuabschlüsse sind sehr selten geworden, also muss man Kunden der Konkurrenz abwerben, vor allem im Mobilfunkbereich.

Deshalb ist die Abwanderungsrate – auch churn rate genannt – einer der wichtigsten und auch gefürchtetsten Indikatoren des Anbietermarktes. Sie misst den Prozentsatz der Kunden, die sich abmelden oder zu einem anderen Anbieter wechseln. Die mittlere Churn-Jahresrate für alle Mobilfunkgesellschaften zusammengenommen liegt bei 14,5%, was bedeutet, dass ohne Neukundengewinnung die Kundenbasis der Unternehmen in wenigen Jahren dahinschwinden würde.

Vodafone und Masmóvil hatten im Mai die höchste Churn-Monatsrate mit 1,45%, Movistar die niedrigste mit 0,89%.




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