Brandbekämpfung vía Satellit


Seit Anfang Juli ist ein hochmodernes System im Einsatz

Seit Anfang Juli ist in Spanien ein neues System zur Brandbekämpfung im Einsatz. Vía Satellit werden mögliche Brandherde in eine eigens gegründete Abteilung des dem Innenministerium unterstehenden Katastrophenschutzes gemeldet.

Madrid – Der Satellit Meteosat kontrolliert über Infrarotstrahlung spanienweit jeglichen unnatürlichen Temperaturanstieg und meldet diesen sofort an die entsprechende Abteilung. Dadurch kann ein Brand entdeckt und umgehend bekämpft werden, noch bevor das Feuer sich auf größere Flächen ausbreitet. Der Satellit schickt alle 15 Minuten ein aktualisiertes Bild und hat einen Fehler-Radius von maximal drei Kilometern. Das angeschlossene Computersystem rechnet bei einem möglichen Brand auch sofort aus, in welche Richtung und mit welcher Stärke und Schnelligkeit sich das Feuer weiter ausbreiten würde, wenn es nicht sofort bekämpft wird. Auch wird gleichzeitig gemeldet, ob sich Ortschaften, Straßen, Tankstellen oder sonstige Risikofaktoren in der Nähe befinden, um diese gegebenenfalls umgehend zu evakuieren.

Bereits in den ersten Tagen seit der Inbetriebnahme meldete das System kleinere Brandherde, die schnell gelöscht werden konnten. Bislang lässt sich die heiße Jahreszeit in Spanien in Sachen Brandgefahr ruhig an. Das wird nach Expertenmeinung jedoch nicht lange so bleiben. Wegen der vielerorts starken Regenfälle im Juni hat sich die Risikozeit zwar verzögert, doch trocknet die durch das unerwartete Nass schnell gewachsene Vegetation jeden Tag mehr aus und bildet besten Brennstoff für die Flammen.




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