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Zunehmend kommt Bio-Gemüse auf den Tisch. Foto: pixabay

Auch in Spanien steigt der Konsum

Madrid – Die Konjunktur schwächelt, doch einige Sektoren sind nicht betroffen und verzeichnen einen wahren Boom. Dazu gehört das Segment der Bio-Lebensmittel, die zweistellige Wachstumsraten registrieren und bereits in sechs von zehn Haushalten präsent sind.

Nach Angaben von „Kantar Worldpanel“ ist der Verkauf dieser Produkte seit Jahresbeginn 2018 um 14% gestiegen, knapp 10 Millionen Haushalte würden häufig Bio-Lebensmittel einkaufen.

„Es handelt sich um ein wachsendes Phänomen: 63% der Verbraucher kaufen immer wieder Bio-Waren, und fast alle der Supermarktketten haben mittlerweile ihre eigenen Bio-Marken,“ erklärte Florencio García, Verbraucherexperte von „Kantar Worldpanel“, der Zeitung El País.

Carrefour, Lidl, Grupo Dia, Eroski… alle Märkte befänden sich im Kampf um den Verbraucher, der zwar preisbewusst einkaufe, aber trotzdem bereit sei, mehr für diese Produkte auszugeben und nicht nur wegen der eigenen Gesundheit, sondern auch aus einem ökologischen Bewusstsein heraus. Die Verbraucher würden in dieser Hinsicht immer größere Ansprüche an die Unternehmen stellen.

Die deutsche Supermarktkette Lidl habe hier die Nase vorn und würde den neuesten gesundheitsbewussten Trends folgen, wie eben das Angebot biologischer Produkte oder der Verkauf von frischen Eiern, so Kantar. Darauf beruhe ein Teil des Erfolges von Lidl. Die deutsche Supermarktkette habe in diesem Jahr mehr als alle anderen neue Kunden dazugewonnen, etwa 600.000, und mittlerweile eine Markquote von fast 5%.

El Corte Inglés verfügt in seinen Supermärkten über die Abteilung „La Biosfera“, Carrefour hat ebenfalls entsprechende Abteilungen und das Format Carrefour Bio eingeführt, mit zwei Supermärkten in Madrid. Mercadona ist (noch) die einzige national vertretene Supermarktkette ohne spezielle Bio-Marke.

Roberto Butragueño vom Beratungsunternehmen Nielsen hob ebenfalls das nicht mehr aufzuhaltende Wachstum beim Konsum von Bio-Produkten hervor. In Spanien solle es sich bereits jetzt um den zehntgrößten Markt der Welt handeln, mit einem Umsatz von sage und schreibe 1,686 Milliarden Euro.

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