Bin Laden-Sohn abgeschoben


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Die Grenzschutzbeamten am Madrider Barajas-Flughafen müssen nicht schlecht gestaunt haben, als am 3. November plötzlich ein Sohn des weltweit meistgesuchten Terroristen Osama Bin Laden vor ihnen stand. Omar Osama Bin Laden erreichte Madrid mit einem Flieger aus Kairo.

Madrid – Der 28-Jährige, der sich selbst als den „pazifistischen Sohn“ des Terroristen beschreibt und dessen Taten klar verurteilt, beantragte Asyl in Spanien. Er sei in keinem arabischen Land mehr sicher und habe Angst, nach Saudi Arabien gebracht zu werden, argumentierte der viertälteste Sohn Osama Bin Ladens, der einen saudiarabischen Pass vorwies. Bereits 48 Stunden nachdem er den Antrag gestellt hatte, erhielt er auch schon die Antwort. Der Bescheid war negativ. Sein Leben sei selbst in Saudi Arabien nicht in Gefahr, ließ das Innenministerium wissen. Bereits einen Tag darauf reiste Omar Bin Laden mit seiner 52-jährigen britischen Ehefrau weiter nach Katar, nachdem ihm die erneute Einreise nach Ägypten verweigert wurde.




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