Bildungsminister und Rektoren legen Streit bei


Schwarzer Peter landet bei den autonomen Regionen

Nachdem die Universitätsrektoren Bildungsminister José Ignacio Wert fehlende Gesprächsbereitschaft vorgeworfen und sich geweigert hatten, an der für den 23. Mai angesetzten Rektorenkonferenz teilzunehmen (das Wochenblatt berichtete), setzten sich alle nun doch am 7. Juni an einen Tisch.

Madrid – Zwar räumte Wert den Universitäten mehr Spielraum ein, doch der Schwarze Peter – zumindest aus Sicht der Studenten – wurde den autonomen Regionen zugeschoben.

Während der vierstündigen Konferenz ging es vor allem um die Millionenkürzungen im Bildungswesen und die Anhebung der Studiengebühren. Später erklärte Wert auf einer Pressekonferenz das Ergebnis, dass die autonomen Regionen die Kosten ihrer Universitäten erfassen und dementsprechend aus der gesetzlich vorgesehenen Bandbreite der möglichen Anhebungen die Gebühren aufstocken würden.

Bedeutende Mehrkosten für Studenten

Adelaida de la Calle, Präsidentin der Rektorenkonferenz, fügte hinzu, die Universitäten hätten den Bildungsminister gebeten, die Anhebung der Studiengebühren zu verschieben oder nur auf Erstsemester anzuwenden, doch sei man in dieser Hinsicht zu keiner Einigung gekommen. Die Universitätschefs setzten sich dafür ein, dass zumindest nur die geringste Stufe der Anhebungen übernommen würde.

Unterm Strich werden auf die Studenten bedeutende Mehrkosten zukommen, denn sie werden zwischen 15 und 25 Prozent der Kosten ihres Studiums selber tragen müssen. Wiederholer sollen sogar noch stärker zur Kasse gebeten werden.




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