Bewährte Strategie


Seit José Maria Aznar 2003 seinen getreuen Gefolgsmann Mariano Rajoy zum Chef der konservativen Partido Popular bestimmte, beginnt dieser jedes neue politische Jahr mit zweitägigen „Exerzitien“ für die Parteispitze in einem Parador.

Bislang wurde immer Gewissenserforschung betrieben, was in der Partei nicht so richtig läuft. Doch Anfang September wurden zum ersten Mal die positiven Daten vorgestellt. Pedro Arriola, der Guru der Partei, stellte Umfrageergebnisse vor, die besagten, dass die Partei kurz vor der absoluten Mehrheit steht und die Sozialisten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Wahlen verlieren werden. So wurde also die Strategie festgelegt: Es geht uns gut, wir müssen nichts verändern. Rajoy gab die Losung aus: „Zapatero wird von selbst fallen, er wird wegen seiner ungezählten Fehler und Irrtümer untergehen. Wegen seiner späten Reaktion auf die Wirtschaftskrise, die er zu lange geleugnet hat“




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