Banco Santander will Madoff-Opfer entschädigen


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Die Geschädigten erhalten den in die maroden Fonds investierten Anfangsbetrag zurück

ach reiflicher Überlegung habe man sich dazu entschlossen, die Privatkunden in Spanien und Lateinamerika, die durch den Madoff-Betrugsfall Verluste erlitten haben, zumindest teilweise zu entschädigen. Auf diesem Weg, so teilte das spanische Finanzinstitut Banco Santander am 27. Januar weiter mit, wolle man „die Geschäftsbeziehung zu diesen Kunden beibehalten“.

Madrid – Insgesamt ist die größte spanische Universalbank als erstes Finanzinstitut  überhaupt dazu be­reit, insgesamt 1,38 Milliarden Euro an Entschädigungen zu bezahlen. Das Angebot, so wurde verdeutlicht, richte sich aber nur an Privatkunden. Diesen wird der Anfangsbetrag, den sie in die betrügerischen Madoff-Fonds steckten, zu­rückerstattet, allerdings ohne dabei die Aufwertung mit einzubeziehen, die bis vor dem Einsturz des Pyramidensys­tems erzielt wurde.

Um die Kosten für das Unternehmen so gering wie möglich zu halten, will die Bank ihren geschädigten Kunden als Ersatz für die Madoff-Investments eigene Vorzugsaktien als Entschädigung anbieten. So belaufen sich die Brutto-Kosten „nur“ auf 500 Millionen Euro.

Einzige Bedingung der Banco Santander: Die Kunden, die von dem Angebot Gebrauch machen, müssen sich verpflichten, nicht gegen die Bank zu klagen oder anderweitig gerichtlich vorzugehen und ihre Konten bei der Bank zu behalten.




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