„Bad Bank“ gerät ins Stocken


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Das diesjährige Ziel von 15.000 verkauften Immobilien scheint unerreichbar

Jaime Echegoyen, Präsident der „Gesellschaft zur Verwaltung der aus der Restrukturierung des Bankensektors hervorgegangenen Aktiva“ (kurz: Sareb), erklärte dieser Tage, die „Bad Bank“ werde ihr diesjähriges Ziel kaum erreichen, nämlich 15.000 Immobilien veräußern zu können.

Im ersten Halbjahr gelang es der Sareb nicht, mehr als 5.400 Objekte aus ihrem Bestand zu verkaufen – 33,3% weniger als im Vorjahreszeitraum. Das gesteckte Jahresziel von 15.000 Immobilien ist in weite Ferne gerückt. 

Echegoyen rechtfertigte das Ergebnis mit dem Argument, die Sareb verteidige das Kapital der Aktionäre und tätige keine Verlustverkäufe. Schuld sei der weiterhin flaue Immobilienmarkt, der nur langsam Fahrt aufnähme. Das Beste sei, abzuwarten, bis sich der Markt erholt habe. Der Präsident erklärte, höchstwahrscheinlich werde die Sareb ihre auf 15 Jahre festgesetzte Lebenszeit ausschöpfen müssen, um den gewaltigen Bestand komplett abzubauen. 

Echegoyen wies darauf hin, dass die „Bad Bank“ in den ersten zwei Jahren ihres Bestehens ihre Gesamtschuld von 50,7 Milliarden Euro um 5,4 Milliarden Euro senken konnte. Die Sareb musste diesen enormen Schuldenbetrag aufnehmen, um die „toxischen“ Immobilienbestände der kriselnden Finanzinstitute aufkaufen zu können. 




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