Auswanderungswelle


In der Hoffnung auf eine bessere Zukunft ziehen immer mehr Menschen ins Ausland

Insbesondere wegen der Wirtschaftskrise und der schlechten Lage auf dem Arbeitsmarkt verlassen immer mehr Spanier und Einwanderer Spanien, um im Ausland bzw. der Heimat einen Neuanfang zu starten.

Madrid – Laut dem Nationalen Statistikinstitut (INE) machten sich seit Anfang 2011 fast eine Million Menschen auf die Suche nach einer Zukunft außerhalb der Landesgrenzen.

Den neuesten Statistiken zufolge wanderten in den ersten neun Monaten des Jahres rund 420.000 Personen aus, 22% mehr als im Vorjahreszeitraum. Größtenteils handelte es sich dabei um Ausländer (365.000, +8%), doch der Anteil der Spanier stieg bedeutend  (insgesamt 55.000, +22%).

Auf der anderen Seite nahm die Zahl der Einwanderer bedeutend ab. Seit Jahresbeginn zogen über 282.500 Personen nach Spanien, 18% weniger als noch im Vorjahreszeitraum.

Unterm Strich hat Spanien durch die Aus- und Abwanderungen  also seit Jahresanfang rund 137.500 Einwohner verloren.  Am 1. Oktober bezifferte das INE  die Gesamteinwohnerzahl Spaniens auf 46,116 Millionen Personen.

Fast alle autonomen Regionen verzeichneten mehr Aus- als Einwanderer. Die einzigen Ausnahmen bildeten die Kanarischen Inseln (9.000 Auswanderer, 16.400 Zuwanderer) Andalusien, die Balearen und Asturien.




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