Ausgangssperre in Spanien

Verteidigungsministerin Margarita Robles stellt Militäreinheiten zur Überwachung der Ausgangssperre zur Verfügung. EFE

Verteidigungsministerin Margarita Robles stellt Militäreinheiten zur Überwachung der Ausgangssperre zur Verfügung. EFE

Madrid – Seit dem vergangenen Samstag und zunächst für die Dauer von zwei Wochen gilt spanienweit eine Ausgangssperre. Diese rigorose Maßnahme wurde ergriffen, um die Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 zu unterbinden. Damit geht die spanische Regierung noch einen Schritt weiter als derzeit die deutschen Behörden.

Was bedeutet das konkret für jeden Einzelnen? Um Ansteckungen zu vermeiden, ist die Bevölkerung aufgerufen, das Haus nicht zu verlassen. Schulen sind geschlossen und öffentliche Behörden haben den Publikumsverkehr eingestellt. Ausnahmen, um trotz des Königlichen Dekrets das Haus zu verlassen, sind: der Weg zum Arbeitsplatz, zum Einkauf, zur Apotheke, zur Bank oder zum Besuch einer hilfsbedürftigen Person. Auch der Hund darf Gassi geführt werden, aber nur individuell. Ein Treffen mit anderen Hundehaltern zum geimeinsamen Spaziergang ist untersagt. Mit Kindern können die Eltern nur auf dem privaten Grundstück ins Freie gehen. Spielplätze sind gesperrt. Auch Feiern und Essenseinladungen von Freunden in den eigenen vier Wänden sind nicht erlaubt. Ziel der Maßnahme ist, mangels sozialer Kontakte die Ausbreitung des Virus zu unterbinden.

Die Einhaltung der Ausgangssperre wird von Militäreinheiten und Polizei überwacht. Bei Zuwiderhandlungen drohen Bußgelder in Höhe zwischen 601 und 30.000 Euro. Widerstand gegenüber Vertretern der Staatsgewalt kann sogar mit einer Haftstrafe geahndet werden.

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