Auf das Schneechaos folgte sibirische Kälte

Soldaten der UME halfen unter anderem in Toledo, die Straßen von den Schnee- massen zu befreien. Foto: EFE

Soldaten der UME halfen unter anderem in Toledo, die Straßen von den Schnee- massen zu befreien. Foto: EFE

Das spanische Festland erlebte eine Kältewelle mit Temperaturen, die in einigen Regionen minus 25 Grad erreichten.

Madrid – Nach dem schlimmsten Schneesturm der letzten 50 Jahre, mit dem das Tiefdruckgebiet Filomena das spanische Festland und vor allem die Region Madrid unter Schneemassen begraben hat, folgte eine Kältewelle. Die hatte diesen Schnee, der nicht geräumt werden konnte, während der Nacht mit Temperaturen von minus zehn Grad und in manchen Zonen von bis zu minus 25 Grad gefrieren lassen, was zu einem noch größeren Kollaps führte. Der Madrider Flughafen Barajas musste den Flugverkehr vorübergehend einstellen, 116 wichtige Verkehrsstraßen waren gesperrt und 216 weitere nur mit Schneeketten befahrbar. Die Schulen blieben dort für die gesamte Woche geschlossen, und die Regierung forderte die Bürger auf, zu Hause zu bleiben. „Die kritische Situation ist noch längst nicht überstanden“, hatte Innenminister Fernando Grande-Marlaska gewarnt.

Alle rufen nach der UME

Die populärste militärische Einheit Spaniens –Unidad Militar de Emergencia – die militärische Notfall-Einheit, war bei ihrer Schaffung vor 15 Jahren sowohl politisch als auch militärisch äußert umstritten. Doch wie sich bei dieser jüngsten Wetterkatastrophe erneut gezeigt hat, ist sie inzwischen unverzichtbar. Sie war seinerzeit vom damaligen Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero ins Leben gerufen worden und in den zurückliegenden Jahren bei ungezählten Katastrophenfällen – auch bei Waldbränden hier auf den Kanarischen Inseln – immer wieder im Einsatz.

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