Anstieg der Hypothekendarlehen


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Preisnachlässe bei „gebrauchten“ Immobilien erhöhen die Verkaufszahlen

Madrid – In den letzten Jahren erhielten Familien mit eingeschränktem Einkommen und oftmals unsicheren Arbeitsverhältnissen keinen Zugang zu Darlehensverträgen mit Hypothekensicherung. Immobilien wurden vielmehr hauptsächlich von Investoren erworben. Doch nun zeichnet sich eine Trendwende ab: Nach Angaben des Generalrats des Notariats wurden inzwischen 48% der Immobilien mit einem Darlehensvertrag mit Hypothekensicherung erworben. Das ist ein neuer Höchststand seit Anfang 2011. Auf der anderen Seite verloren die von Investoren getätigten Immobilienkäufe an Gewicht. Während im Oktober 2013 rund 70% der Immobilienkäufe ohne Sicherungsgeschäft abgewickelt wurden, waren es im Juli 2018 nur noch 52%.

Die Investoren profitierten von der Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre. Während sich die Familien kein Eigenheim leisten konnten, nutzten Investoren aus aller Welt die niedrigen Immobilienpreise und die hohe Rentabilität durch Vermietung, denn die Mietpreise begannen kontinuierlich zu steigen.

Aufgrund des Wirtschaftswachstums und der wiederkehrenden Bereitschaft der Banken, Hypotheken zu guten Bedingungen zu vergeben, hat sich die Situation geändert: Im Juli wurden 24.952 private Darlehensverträge mit Hypothekensicherung unterzeichnet, 11% mehr als ein Jahr zuvor. Insgesamt 52.014 Wohnimmobilien wechselten den Eigentümer, 4% mehr als im Vorjahr.

Diejenigen, die im Juli ihr Eigenheim erwarben, profitierten von der ersten Preissenkung seit August 2016, denn laut den Notaren ging der durchschnittliche Quadratmeterpreis im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,5% auf 1.376 Euro zurück. Standard & Poor’s hatte bereits angekündigt, dass die Immobilienpreise zurückgehen würden. Im Vergleich zum Juli 2017 wurden im Juli dieses Jahres 11,1% mehr Darlehensverträge mit Hypothekensicherung unterzeichnet. Fast die Hälfte (48%) der Wohnungen sind mit einer Hypothek belastet worden. Für den Erwerb wurden durchschnittlich 139.084 Euro aufgenommen bzw. 76% des Immobilienpreises.

Ein Preisrückgang von 6% bei den Immobilien aus zweiter Hand führte dazu, dass 4,6% mehr gebrauchte Immobilien erworben wurden. Bei den Neubauten stiegen die Preise um 5,1%, die Verkäufe gingen um 11,7% zurück.




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