Angebliche Gewissensfrage


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Im Rahmen des Mammut-Prozesses um die Madrider Terroranschläge vom 11. März 2004 hat der damalige Polizeichef Agustín Díaz de Mera jetzt für große Entrüstung gesorgt.

Díaz de Mera, der heute EU-Parlamentarier der konservativen PP ist, war seit jeher einer der großen Verfechter der Verschwörungstheorie, derzufolge die baskische Terroristenorganisation ETA in Kontakt mit den islamistischen Attentätern gestanden und ihnen sogar geholfen habe. Vor dem Gericht weigerte sich Díaz de Mera nun jedoch den Namen der Person mitzuteilen, die ihm angeblich glaubwürdig versichert hatte, Beweise für die Querverbindung zur ETA zu haben. Trotz mehrmaliger, eindringlicher Aufforderung seitens des Richters, den Namen preiszugeben, weigerte sich Díaz de Mera, angeblich, um der Person nicht zu schaden. Das Gerichte brummte ihm daraufhin eine Geldstrafe auf und drohte mit einer Anklage wegen Ungehorsams.




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